Sydney to Melbourne

Samstag, 16.02.2013

Priwet alle zusammen ;) 

 

Am heutigen Tage folgt der zweite Teil von meinem letzten Abenteuer durch Australien. Darin möchte ich euch meine Reise von Sydney nach Melbourne näher bringen. 

 

Dieses Abenteuer startet damit, dass ich Mum und Micha am 5.11. vom Flughafen in Sydney abgeholt habe. Zunächst fuhr ich zum falschen Terminal, welcher nur für Inlandsflüge gedacht ist. Wieder einmal muss ich sagen, dass die Ausschilderung nicht gerade berauschend war. Nachdem ich nett nach dem Weg gefragt habe und 10$ ärmer war, bin ich am richtigen, internationalen Flughafen 20 min vor regulärer Landung angekommen. Da ich keine Ahnung mehr hatte, von falschem Ort die beiden los geflogen sind, nahm ich an, dass es Tokyo ist, da dieser der einzige Flieger war, der zur genannten Uhrzeit von 7.25 landen solltet. Nachdem ich über 2,5 h gewartet habe und mir schon sorgen gemacht habe, ob ihnen vll etwas zugestoßen ist, kamen sie dann gegen 10 Uhr aus dem Ausgang. Natürlich war die Freude riesengroß und es war ein sehr schönes Gefühl, wieder jemanden aus der Familie zu sehen. Sie erzählten mir, dass ihr Zwischenstopp in Peking war und der Flieger insgesamt über 2h Verspätung hatte. Was man noch erwähnen muss. Am Flughafen selber bekommt man keinerlei Auskunft, ob Angehörige im Flugzeug sitzen oder nicht. Also konnte ich auch nicht wissen, dass sie später ankommen und in welchem Flugzeug sie sitzen. Nach kurzer Plauderei liefen wir zu Auto, da die Parkgebühr bis 3h nur 20 $ betragen wurde. Leider waren wir wohl ein paar Minuten drüber, sodass wir geschlagene 56$ für etwa 3h und 15 min bezahlt haben. Da Micha das Navigationsgerät mit hatte, wollte er es natürlich gleich austesten. Ich vertraute dem Geräte zunächst, fand es aber sehr komisch, dass wir in die entgegengesetzte Richtung fuhren, als ich bei der Hinfahrt nahm. Nach etwa 20 min stellten wir fest, dass es tatsächlich die falsche Richtung ist. Zur Entschuldigung von Micha, der die richtige Straße, aber leider den verkehrten Stadtteil eingegeben hatte, muss man erwähnen, dass das Navi dauernd aus ging, da die Batterie etwas gesponnen hat, sodass das navigieren erschwert wurde. Der einzige Vorteil war, dass wir eine billige Tankstelle gefunden hatten. Nachdem wir somit die Gegend um den Flughafen etwas erkundet hatten ;) ging es ins Zentrum, wo sich die Unterkunft für 2 Nächte befinden sollte. Es handelte sich um die Travelodge, die sich blöderweise direkt an einer Ecke befand, sodass wir es einmal verpassten und etwa 10 min herumfahren mussten, da viele Straße Einbahnstraßen sind. Im Hotel angekommen, checkten die beiden gegen um 13 Uhr ein und schauten, ob noch ein drittes Bett im Zimmer vorhanden ist, da sie nur für 2 Personen gebucht hatten. Leider war dies nicht der Fall, jedoch konnte ich bequem auf dem Boden eine Schlafgelegenheit errichten, da wir sehr viele Decken zur Verfügung hatten ^^ Der Van wurde in einer Tiefgarage eine Straße weiter untergebracht, welches pro Tag 25 $ kostete, jedoch für das Zentrum sehr günstig ist, da es vom Hotel unterstützt wird. Nachdem wir uns etwas eingerichtet hatten, erkundeten wir die Stadt ein wenig. Wir liefen etwa eine Stunde bis zur berühmten Oper und konnten von dort auch die Harbour Bridge erblicken. Beides sind natürlich bekannte Wahrzeichen der Stadt. Ich wollte gerne noch auf die Brücke laufen, jedoch hatte die ältere Generation einen Jetlag, bzw. behauptete das zu mindestens :P Vorher kauften wir noch ein paar Provianten für die beiden Tage in Sydney ein. Da sich die beiden dann bereits gegen 19 Uhr im Halbschlaf befanden als ich ein paar Fotos von meiner letzten Reise zeigte (was definitiv nicht an dem Fotos lag!!!), entschied ich mich nochmal bei den beiden Mädels im Hostel vorbei zu fahren, um zu fragen, wie es ihnen geht und die Fotos auszutauschen. Als ich gegen 10 wieder im Zimmer eintrafen, schliefen beide schon tief und fest, und ich machte mich auch langsam "Bett fertig". Der nächste Tag sollte voll und ganz der Innenstadt von Sydney gelten. Zunächst machten wir uns zum Fischmarkt auf. Dort konnte man alles was das Herz begehrt bekommen. Wir folgten der Uferpromenade in Richtung der Harbour Bridge. Vorher gab es noch das Sea Life von außen zu bestaunen und einige Anlegestellen für nicht ganz so billige Segelboote. Die Harbour Bridge selber liefen wir fast bis zum gegenüberliegenden Ende. Es ist auch möglich, eine Aussichtsplattform auf einen der Stützpfeiler zu besteigen, diese war uns aber mit 15 $ pro Person einfach zu teuer. Trotzdem konnte man sehr schöne Fotos schießen. Nach einem sehr langen Marsch von etwa 5 h beschlossen wir dann, einen Stopp im Löwenbräuhaus zu machen. Wer es nicht kennt, es handelt sich dabei um eine bayrische Brauerei :) Die Angestellten waren mit einer typisch bayrisch Tracht gekleidet und auch das Flair hatte definitiv etwas. Nach einem leckeren, deutschen Bier bzw. für mich einem Hefeweizen und einer Brezel führte uns der weg zurück ins Hotel, wo wir uns etwas ausruhten, da wir am Abend noch eine kleinere Strecke vor uns hatten. Unserer Weg führte uns zum botanischen Garten, der sich direkt neben der Oper befindet. Am Ufer des Gartens, wo man die Harbour Bridge, die Oper und die Innenstadt bestaunen konnte, warteten wir dann auf den Sonnenuntergang und den Einbruch der Dunkelheit. Vor allem im Dunkeln sah die Stadt total unterschiedlich aus. Des weiteren konnten wir in der Abenddämmerung eine Menge verschiedener Vögel und, für die beiden besonders wichtig, Flughunde sehen. Ich hatte ja bereits einigen in Cairns und Darwin gesehen, weswegen es nichts so besonderes mehr war. Den Abend ausklingen ließen wir dann mit einem Marsch zum wohl bekanntesten Partyviertel der Stadt, dem Kings Cross. Dort treiben sich allerlei verschiedene Leute herum und es gibt eine Menge Hostels, Pubs, Clubs, Striplokals, Fast Food Läden usw. Gegen 10 sind wir dann im Hotel angekommen und alle drei todmüde ins Bett gefallen. Am nächsten Morgen war Tasche packen und auschecken aus dem Hotel angesagt. Danach machten wir uns auf den Weg in Richtung der Autovermietung, wo die beiden ihr Reisegefährt abholen wollten. Wir kamen dort etwa um 11 an und es war sofort klar, dass die Abholung einige Zeit dauern würde. Da ich noch einige Sachen im Internet erledigen mussten, machte ich mich auf den Weg zum nächsten McDonald's. Wir machten uns aus, dass die beiden sich bei mir melden sollten, wenn der Campingwagen zur Abfahrt bereit ist. Gegen 13 Uhr war ich wieder da, da ich keine Mitteilung von den beiden erhalten hatte. Sie erzählten mir, dass es sich noch etwas hinziehen könnte, da die Vormieter das Auto erst 18 Uhr zurückbringen müssten. Glücklicherweise kamen diese wenige Minuten später in den Hof gefahren. Nun konnte es sich nur noch um wenige Stunden handeln, da es noch ans reinigen und reparieren des Campingwagens ging. Nachdem auch die Mängel, die wir noch gefunden hatten, ausgebessert worden, konnte unserer "Roadtrip" gegen 16 Uhr endlich losgehen. Ich fuhr natürlich mit Louis, da ich mit ihm eh Richtung Melbourne wollte. Dadurch das wir erst so spät aus der Autovermietung raus waren, gerieten wir in den schönen Berufsverkehr von Sydney und bewegten uns nur schleppend in Richtung Westen, wo unser erstes Ziel, die Blue Mountains, auf uns warten sollten. Die erste Übernachtung führte uns auf einen Campingplatz, der sich direkt vor den Toren der Blue Mountains befand. Zunächst dachten wir, dass wir vielleicht kostenlos die Nacht verbringen könnten, da die Rezeption nicht mehr besetzt war. Leider folgte etwa 5 min nach Ankunft ein Jeep, der den Eigentümer des Platzes beinhaltete. Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf zur Touristeninformation in Glenbrook. Danach folgte unsere erste Wanderung, die sich in der Nähe befand. Diese war jedoch ein großer Reinfall, da die Aussicht von Bäumen verdeckt war :D Dafür wurden wir dann bei den Wentworth Falls von einer wunderschönen Aussicht begrüßt. Dort unternahmen wir eine längere Wanderung, die uns sogar zum Fuße des Wasserfalls führte, was uns ziemlich ins Schwitzen brachte, da es sehr steil nach unten ging. Frau Pilarski wollte natürlich zunächst nicht mitkommen, jedoch nutzen wir unsere Überredungskunst, um sie umzustimmen. Im Nachhinein musste sie aber zugeben, dass es sich gelohnt hat. Micha und ich versuchten so nah wie möglich an den Wasserfall heranzukommen, was uns sehr gelungene Bilder einbrachte. Nach einem anstrengenden Aufstieg zum Parkplatz folgten wir der Hauptstraße in Richtung "Echo Point", wo wir ebenfalls mit einer schönen Aussicht belohnt worden. Außerdem befinden sich dort die sehr bekannten "Three Sisters", wobei man sagen muss, dass diese es nicht unbedingt Wert sind, wie das Bild beweisen kann. Auch hier unternahmen wir eine kleinere Wanderung, die uns unter anderem die Seilbahn zeigte, die das Tal und den Berg miteinander verbindet. Nach einer weiteren Aussichtsplattform am "Evans Point" neigte sich der Tag auch fast wieder dem Ende, sodass wir den nächstgelegenen, kostenlosen Campingplatz anfuhren. Dieser befand sich am "Carcoal Dam" und verwöhnte uns mit einer farbigen Landschaft und einem See. Am Morgen des nächsten Tages besprachen wir die Route für die kommenden Tage. Michas Plan war es zunächst, durch das "Outback" zu fahren, welcher den kürzesten, aber gleichzeitig auch langweiligsten Weg zu den "Grampians" darstellen sollte. Daher entschieden wir uns, die Route abzuändern und über Canberra zu den Snowy Mountains zu touren. Beide wollten diese Attraktionen eh auf dem Rückweg sehen, sodass dies kein Problem darstellen sollte. Viele Leute sagten mir vorher, dass es sich nicht lohnen würde, Canberra zu besuchen, aber ich muss sagen, dass es schlimmer Städte gibt. Wir schauten uns das Zentrum mit dem Parliament House, Old Parliament House, Federation Mall und einige Parks an. Das Parliament House selber kann man auch besichtigen, was ich für eine 10-minütige Tour auch ausnutzte. Vielleicht noch eine kleine Anekdote am Rande. Wie hoffentlich alle von euch wissen, ist Canberra die Hauptstadt von Australien. Was bestimmt nicht alle wissen, ist, warum es nicht Sydney oder Melbourne ist. Der Grund ist einfach, dass sich die beiden Städte nach der Unabhängigkeit Australiens nicht einigen konnte, welche die Hauptstadt sein sollte, da beide den Anspruch für sich beanspruchten. Daher fand man den Kompromiss, eine neue Stadt zu bauen, die die Regierungsgeschäfte leiten sollte. Eigentlich habe ich gehört, dass sie von beiden Städten gleich weit entfernt sein sollte, jedoch ist sie deutlich näher zu Sydney als zu Melbourne. Außerdem liegt sie direkt in New South Wales, hat jedoch ihren eigenen Namen mit "Australian Capital Territory". Unsere Nacht verbrachten wir dann auf einem kleinen Rastplatz. Da es dort sehr kühl war und es Feuerholz in der Nähe gab, unternahmen wir den Versuch, ein Lagerfeuer zu machen. Es gelang uns auch ohne weitere Probleme, jedoch war es nicht gerade angenehm, da ein starker Wind peitschte, der öfters die Richtung änderte. Der Tag darauf sollte uns in die Snowy Mountains führen. Im Informationszentrum wurde uns geraten, zum höchsten Berg Australiens, dem Mt.  Kosciuszko mit 2230 m, zu fahren und dort eine kleinere Wanderung zu unternehmen. Direkt zum Berg kann man nicht fahren, sondern nur zum sogenannten "Charlotte Pass", der auf etwa 1900 m liegt. Von dort führen dann zwei Pfade zum Gipfel. Aus Zeitgründen mussten wir die Besteigung aber leider verschieben bzw. de Acta legen, da der kürzere für eine Strecke schon etwa 3h in Anspruch nimmt. Somit entschieden wir uns, nur eine kleine Strecke von etwa 8 km zu laufen, wo wir den höchsten Berg auch erblicken konnten. In dem gesamten Gebiet findet man noch vereinzelt Schnee. Selbst über den australischen Sommer bleibt dieser Schnee erhalten, jedoch Skifahren kann man hier nur zwischen Mai und Juli. Das gesamte Areal ist in den restlichen Monaten sehr still und verlassen. Um zum Charlotte Pass zu fahren, muss man ein Ticket kaufen. Diese gibt es direkt an einem Mauthäuschen auf der Straße und kostet pro Vehikel 16 $. Wir nutzen nur meinen Van, da wir die selbe Strecke eh zurück mussten und wir natürlich einmal die Maut sparten. Im Nachmittag verließen wir auf dem "Alpine Way" die Snowy Mountains wieder und fuhren gen Westen. Auf einem Rastplatz konnten Mum und Micha dann endlich Kängurus in Action erleben. Insgesamt waren es 5 bzw. 5 1/2Kängurus, da eine Mutter ein Kind im Beutel hatte :) Natürlich gab es gleich ein Photoshooting für diese ;) Zum Abend hin suchten wir uns einen netten Campingplatz, wo auch eine Menge Feuerholz zur Verfügung stand und es fast windstill war. Dies nutzen wir selbstverständlich aus und machten ein entspanntes Feuerchen. Der darauffolgende Tag war mit einer langen Autofahrt verplant. Am Morgen haben wir noch die Reifen an meinem Van gewechselt, d.h. wir haben nur die Reifen untereinander ausgetauscht, da einer sehr abgefahren war. Außerdem ist es wichtig, dass vor allem die Vorderreifen ein gutes Profil haben, da diese logischerweise für die Lenkung unabdingbar sind. Auf der anschließenden Strecke war das einzigst Sehenswerte die Stadt Echuca. Es handelt sich dabei um "Viktorias Hauptstadt der Schaufelraddampfer". Der alte Hafen besitzt dabei einen besonderen Charme. Leider sind wir erst gegen 17 Uhr dort gewesen, sodass uns ein besserer Blick auf den Hafenbereich verwehrt geblieben ist. Trotzdem konnte man die Atmosphäre ein wenig aufsaugen. Der nächste Tag führte uns dann nach Halls Gap, welches als das "Tor zum Grampians NP" bezeichnet wird. Einen kurzen Zwischenstopp gab es noch in Bendigo, einer alten Minenstadt, die jedoch nicht weiter beachtet werden muss. Im NP angekommen, machten wir uns auf die erste Wanderung, die uns über Stock und Stein und nach etwa 1,5 h zum "The Pinnacle" führte. Dabei handelt es sich um einen Felsvorsprung, von dem man etwa einen 200 Grad-Blick hat.die Aussicht war wirklich phantastisch und die Strapazen beim Aufstieg haben sich definitiv gelohnt. Dort haben wir auch noch eine nette Gruppe getroffen, die ein Foto von uns 3 gemacht hat. Da es schon Nachmittag war, mussten wir uns ein wenig sputen, da wir noch 2 weitere Aussichtspunkte in Angriff nehmen wollten. Für diese war jedoch keine längere Wanderung notwendig, sodass wir es ohne größere Probleme schafften. Die Nacht verbrachten wir auf einem Campingplatz direkt im Park, da wir noch eine weitere Attraktion vor uns hatten. Auf dem Campingplatz angekommen, stellten wir fest, dass wir ein Ticket hätten buchen müssen. Da ich schon einige Erfahrung hatte, haben wir es einfach darauf ankommen lassen und die Nacht kostenlos verbracht. Da neben uns drei junge Leute standen, habe ich mich später, als die ältere Generation schlafen gehen musste ;), mit in die Runde an Lagerfeuer gesetzt. Es entwickelte sich eine nette Unterhaltung und wir tauschten Erfahrungen aus unserem Backpacker-Leben untereinander aus. Eine von den Backpackern war Waliserin, die beiden anderen kamen aus Dtl. Somit war es gut, dass ich wieder ein wenig englisch reden konnte, um nicht aus der Übung zu kommen. Nach einer kurzen Nacht wurde ich am nächsten Tag unsanft aus den Federn geweckt :P Unser erstes Ziel für heute war der McKenzie Wasserfall. Wir genossen die Aussicht sowohl von oben auf den Wasserfall als auch von unten. Unser letzter Stopp war der Mt. William, welcher den höchsten Punkt im Park darstellt. Die letzten 3 km bis zum Gipfel musste man laufen, jedoch kann man sagen, dass sich auch hier die Mühe gelohnt hat, da das gesamte Gebiet überblickt werden konnte. Außerdem sahen wir noch zwei Papageie in einem Busch genüsslich essen. Nachdem dies erledigt war, verliessen wir den NP und es ging schnurstracks Richtung Ozean. In Port Fairy suchten wir uns einen netten Caravanplatz und ließen den Tag mit einem erholsamen Spaziergang entlang des "Moyne Rivers" zur "Graffiths Island" ausklingen. Der nächste Tag führte uns dann auf die berühmteste Küstenstraße in Australien, die "Great Ocean Road". Auf den Weg dahin machten wir noch einen kurzen Zwischenstopp im Tower Hill Reserve, wo die beiden zum ersten Mal ein Koala und ein Emu zu Gesicht bekommen haben. Der gesamte Vor- und Nachmittag war mit verschiedenen Küstenformationen verplant, sprich wir besuchten das Bay of Islands, The Arch, Loch And Gorge und die 12 Apostels. Die 12 Apostels ist wohl die berühmteste Gruppe von Felsformationen in Australien. Dies konnte man auch an den Menschenmengen messen. Es war nett anzuschauen, jedoch hätte ich ehrlicherweise etwas mehr erwartet. Außerdem sind von den 12 Felsen nur noch 10 sichtbar, d.h. zwei wurden schon vollkommen vom Ozean verschluckt. Auf einer Seite war es zudem möglich, direkt zum Strand zu gehen und die Apostel auch von dort zu betrachten. Die Nacht erholten wir uns auf einen netten, freien Campingarea direkt am Strand, der uns vorher 10 km unbefestigte Straße bescherte. An diesen Strand finden ab und an die jährlichen Surfmeisterschaften von Australien statt, wenn die See an dem Ort, wo sie eigentlich stattfinden, zu stark ist. Der 11. Tag unserer Reise führte uns zu einer netten Wanderung durch Regenwald, wo wir auch einige, kleinere Wasserfälle zu sehen bekamen. Das Beste folgte aber am Nachmittag. Wir fuhren zum Great Otway NP und auf dem Weg zum Leuchtturm konnten wir mehrere Dutzend Koalas auf den Bäumen erblicken. U.a. bewegte sich einer auf den Ästen hin und her und genoss die Eukalyptusblätter. Ein anderer war so nah am Erdboden, dass wir ihn hätten anfassen können. Obwohl ich schon einige Koalas gesehen habe, war es trotzdem ein einmaliges Ereignis, so viele so nah und eng beieinander zu sehen. Gegen späten Nachmittag machten wir noch einen Abstecher zum Moonlight Head, da sich dort ein altes Schiffswrack befinden sollte. Leider mussten wir aber feststellen, dass das Wrack durch den letzten Sturm vollkommen weggeschwemmt wurde und wir somit nur noch einige kleinere Teile, wie Anker und Antriebswelle, finden konnten. Am nächsten Tag wollten wir uns ein wenig Melbourne anschauen, weswegen wir uns einen Caravanpark sehr nahe der Stadt suchten. In Melbourne besichtigten wir den Albert Park (Teil der Formel 1-Strecke), botanischen Garten, Shrine of Rememberance, Melbourne Park, Federation Square, Docklands und South Wharf. Außerdem genossen wir ein sehr leckeres Essen beim Vietnamesen. Mehr muss man von der Stadt aber auch nicht erwähnen, da es im Großen und Ganzen wie viele andere Städte ist. Vergleicht man es aber mit Sydney, muss man sagen, dass die Leute weniger im Stress sind und es eine entspanntere Atmosphäre ist. Unsere letzte, gemeinsame Reise führte uns zum etwa 200 km östlich von Melbourne gelegenen "Wilson Promotory NP". Wir suchten zunächst einen Caravanplatz auf, der kurz vor dem Eingang des NP war. Dort stellten wir den Caravan von den beiden ab und fuhren mit meinem Van weiter, da wir sowieso in die andere Richtung zurück mussten, da sich der Park auf einer Halbinsel befindet. Die Fahrt führte uns bis zum Tidal River Reserve, wo dieser Fluss in das Meer mündet. Wir liefen etwas am Strand entlang und dann flussaufwärts direkt im Fluss, da dieser an einigen stellen nur wenige 10 cm tief war. Außerdem haben wir eine kleinere Wanderung über einen nahegelegenen Hügel unternahmen, von dem man einen super Überblick über die gesamte Gegend hatte. Auf diesem  Weg konnten wir auch einige Wallebys und Wombats sehr nah beobachten. Es war uns sogar vorbehalten, ein wildes Wombat zu streicheln. Es hat dabei keinerlei anstalten gemacht, da es voll mit dem Fressen seines Grases beschäftigt war. Dies war wirklich ein toller Abschluss von unseren gemeinsamen "Roadtrip". Den Abend ließen wir noch mit einem gemütlichen Essen auf dem Caravanplatz ausklingen. Nebenbei schauten wir uns noch die Bilder der letzten 13 gemeinsamen Tagen an. Nach einem stärkenden Frühstück am nächsten Morgen war es nun an der Zeit, Abschied zu nehmen. Natürlich gab es auch ein paar kleinere Tränchen, die aber schnell in Stolz und Freude über das gemeinsam erlebte umschlungen. Die beiden machten sich auf den Weg in Richtung Sydney, wo ihr Rückflug in wenigen Tagen stattfand. Meine Wenigkeit fuhr wieder zurück nach Melbourne, wo meine Fähre zwei Tage später, am 21.11., in Richtung Devenport, Tasmanien ablegen sollte. In den verbleibenden Tagen nutze ich die Zeit, um mich um ein paar organisatorische Dinge zu kümmern und die Stadt noch ein wenig besser kennenzulernen. Dabei passierte mir noch eine kleine Besonderheit, denn ich wurde von einem Vogel, der etwa die Größe einer Taube hatte, angegriffen. Ich schlenderte durch eine Park und hörte etwas sehr knapp über meinen Kopf fliegen. Verwundert schaute ich mich um und konnte nichts erkennen. Beim zweiten Mal, etwa 5 Sekunden später, war es etwas näher an meinem Kopf und ich konnte den Vogel auch wahrnehmen. Danach lief ich etwas schneller und gebückter, da ich bereits von jemanden Anderem eine Geschichte gehört habe, dass einige Vogelarten in Australien versuchen, ihren Nachwuchs zu schützen, indem sie Menschen angreifen, die in der Nähe der Baumes laufen. Als ich damals diese Story hörte, musste ich natürlich lachen. Das ich jemals selber "Opfer" einer solchen Attacke werde, hätte ich aber nicht gedacht, denn beim dritten und vierten Versuch berührte mich der Vogel wirklich am Kopf. Es war nicht wirklich schmerzhaft, jedoch war ich froh, dass ich am Ende mit dem Leben davon kam ;) 

So das wars wieder von meiner Seite. Es tut mir leid, dass es so lange gedauert hat, einen neuen Eintrag zu schreiben, aber in meiner Zeit im Hostel in Tasmanien war ich fast jeden Tag arbeiten und bin kaum dazu gekommen, an meinem Blog zu schreiben. Jedoch werde ich das in den nächsten Tagen und Wochen nachholen, damit ihr einen Überblick über mein erlebtes bekommt. Nur soviel. Ich bin jetzt am herumreisen in Tasmanien und habe meine "Zelte im Hostel abgebaut", wo ich eine supergeile Zeit hatte und gutes Geld verdient habe, um jetzt ohne weiteres Arbeiten etwa 4 Monate in Australien, Neuseeland und Südostasien zu reisen.

 

Hiermit möchte ich mich auch nochmal herzlichst bei meiner Mum und Micha bedanken, da es eine superschöne Reise war. Besser hätte es von meiner Seite nicht laufen können :) 

 

Der nächste Teil folgt sicherlich schneller. 

 

Lg Kay

 

Sydney Sydney Sydney Sydney Sydney Sydney Sydney Sydney Sydney Sydney Sydney Blue Mountains Blue Mountains Blue Mountains Blue Mountains Blue Mountains

Canberra Camping

Snowy Mountains Snowy Mountains Snowy Mountains

The Grampians NP The Grampians NP The Grampians NP The Grampians NP The Grampians NP The Grampians NP The Grampians NP The Grampians NP The Grampians NP

Great Ocean Road Great Ocean Road Great Ocean Road Great Ocean Road Great Ocean Road Great Ocean Road Great Ocean Road Great Ocean Road Great Ocean Road Great Ocean Road Great Ocean Road

Melbourne

Wilson Promotory NP Wilson Promotory NP Wilson Promotory NP Wilson Promotory NP Wilson Promotory NP

Von Home Hill nach Sydney

Montag, 19.11.2012

Hallöchen meine fleißigen Leser,

nach langem Warten folgt nun der sechste, und gleichzeitig deutlich längste Eintrag in meinen Blog. Hoffentlich haltet ihr bis zum Ende durch. In den 5 Wochen, in denen ich die Ostküste entlang gereist bin, habe ich so viele wunderschöne Dinge gesehen und erlebt, dass es nur schwer ist, alles in einen Blog zu bekommen, ohne einen Roman zu verfassen. Daher habe ich mich entschieden, zunächst die ersten 3 Wochen von Home Hill nach Sydney zu verfassen und zu einem späteren Zeitpunkt den zweiten Teil, der die Ereignisse von Sydney bis Melbourne wiederspiegelt, folgen zu lassen.

Mein letzter Arbeitstag auf der Auberginenfarm war der 13.10. Anais wollte am 14.10. in Home Hill ankommen und von da sollte uns unsere Reise gen Süden führen. Als dritter Passagier war zunächst Beni eingeplant. Da wir aber kurzerhand einen Segeltrip in Airlie Beach gebucht hatten, wollte dieser nicht länger auf uns warten, was ich auch vollkommen nachvollziehen konnte, und fand sehr zügig eine neue Mitfahrgelegenheit. Ich kontaktierte in dieser Zeit die Leute, denen ich vorher abgesagt hatte. Daher startete unsere Reise zunächst zu zweit. Unser erster Stopp folgte nicht unweit von Home Hill auf einem hohen Hügel, von dem man die gesamte Umgebung überblicken konnte. Von dort war es zudem möglich, unseren alten Arbeitsort, d.h. die Auberginenfelder, zu erspähen. Natürlich konnten wir nun darüber lachen, da wir unsere Arbeit hinter uns hatten.

 

Unser nächstes Ziel war die Stadt Bowen. Da wir erst am Abend angekommen sind, beschlossen wir, nur eine Kleinigkeit zu essen und die Gegend am nächsten Morgen zu erkunden. Unseren „Schlafplatz“ fanden wir gleich vor einem Hostel. Ich entschied mich für diesen Platz, da eine Menge Vans und Kleinbusse in der Nähe standen. Gegen 22.30 klopfte es dann an unserem Fenster. Es war eine Security. Zunächst verhielten wir uns vollkommen ruhig, jedoch hatte uns dieser bereits durch die Frontscheibe gesehen, sodass er wusste, dass wir uns im Van befinden. Er gab uns zu verstehen, dass es verboten wäre, im Auto zu schlafen und gab uns auch den passenden Zettel, der direkt vom Bezirk Bowen ausgehändigt wird. Er meinte, dass er es zunächst bei einer Verwarnung belassen möchte, jedoch beim nächsten Mal müssten wir die 220$ pro Nase bezahlen. Da wir das um jeden Fall verhindern wollten, fuhren wir etwa 10 km aus Bowen hinaus und schliefen in einer kleinen, unbefestigten Straße. Die Nacht hindurch war es natürlich ein komisches Gefühl, da wir etwas Angst hatten, erneut erwischt zu werden. Jedoch ging alles gut und wir hatten trotz dessen eine erholsame Nacht. Im Nachhinein wurde mir deutlich, dass die gesamten Vans und Kleinbusse zu dem Hostel gehörten und nur die Transportmittel für die Backpacker zur Arbeit darstellen. Außerdem war direkt neben uns ein weiterer Backpacker, der einen geliehenen Van hatte und ebenfalls versucht, im Auto zu schlafen. An sich ist das kein Problem, jedoch war dieser so offensichtlich mit seiner lila und grünen Farbe, dass dieser wohlmöglich unsere Entdeckung gefördert hatte. Am Morgen ging es zurück zur Innenstadt und wir frühstückten direkt am Meer. Dort kam ein sehr gut gekleideter Mann vorbei und sprach mit uns einige Minuten sehr freundlich. Als er aber gehen wollte, drückte er uns ein Magazin von den Zeugen Jehovas in die Hand. Das war bereits das 4 Mal in Australien, dass mir jemand dieses Magazin überreichte. Sehe ich etwa so ungläubig und hilfsbedürftig aus ;) Der Vormittag war mit Sightseeing verplant und gegen Mittag entspannten wir uns einige Stunden an einer sehr schönen, fast menschenleeren Bucht. Am Nachmittag ging unsere Fahrt weiter Richtung Airlie Beach. Dort war der Startpunkt für unsere gebuchte Segeltour zu den Whitsunday Islands, welche uns zwei Tage und zwei Nächte verzaubern sollte. Dazu aber später.

Ausblick von BowenBucht in BowenBucht in Bowen

 

Wir sind am Abend in Airlie Beach angekommen und dort haben wir uns mit Julia, einer 19-jährigen Deutschen aus Krefeld, getroffen, da sie Interesse zeigte, uns bis Brisbane zu begleiten. Da der erste Eindruck von allen Seiten positiv war, sagten wir zu, dass wir nach unserem Segeltrip zusammen reisen können. Nach dem Abendessen haben wir uns einen Schlafplatz gesucht, was sich in dieser Gegend als sehr schwierig erweisen sollte. Auch einige andere Backpacker mit Van fragten uns, wo wir nächtigen würden. Wir wählten eine Einbahnstraße gleich im Zentrum von Airlie Beach, da ich immer gute Erfahrungen mit Einbahnstraßen gesammelt hatte, die sich wiederum bestätigte. Am nächsten Tag trafen wir ein paar Backpacker, welches ebenfalls am Vorabend mit uns gesprochen hatte. Diese fuhren einige Kilometer aus Airlie Beach heraus und bekamen dort eine Strafe wegen Schlafen im Auto. Also haben wir alles richtig gemacht :) Da wir diesen Tag noch überbrücken mussten, bis unser Segeltrip losgehen sollte, fuhren wir zu einigen kleineren Wanderungen und Aussichtspunkten. Außerdem war ich am Morgen nach einer längeren Zeit wieder mal joggen, was ein wirklich super Gefühl war. Natürlich hatte die herrliche Natur auch einen großen Anteil, dass es mir so Spaß gemacht hat. Dann waren wir noch für den Segeltörn (wird wirklich so geschrieben, was ich niemals gedacht hätte ^^) einkaufen, also eig nur ein paar Bier und Knapperzeug, da die Verpflegung im Preis inklusive war. Am Abend haben wir uns mit Julia auf ein Bierchen getroffen, um sich vor der langen Reise ein wenig besser kennenzulernen. Es war auch sehr angenehm, jedoch sind wir recht zeitig wieder zum Van, da wir am nächsten Morgen um 8.30 am Büro der Reiseleitung sein mussten, um die genauen Instruktionen für die Segeltour zu bekommen. Da wir erst um 13 Uhr in See stachen, haben wir am Vormittag noch eine Stunde an der Lagune verbracht.

Airlie Beach Umgebung von Airlie Beach Lagune in Airlie Beach

 

Kurz bevor wir auf Segelschiff durften, wurde uns allen noch ein Swimsuit (Schwimmanzug) ausgehändigt. Dieser hatte zwei Bewandtheiten. Zum einen sollte er vor der Kälte schützen, wenn man sich länger im Wasser aufhält, und zum anderen sollte er gegen die Quallen schützen, die in dieser Gegend sehr häufig vorkommen. Vor dem Betreten des Bootes musste jeder zunächst seine Schuhe abgeben, da diese auf dem Boot nicht erlaubt sind. Außerdem gab uns der Skipper eine Einführung über die Sicherheitsbestimmungen und Regeln an Bord. Insgesamt waren wir 32 Leute auf dem Boot, was wirklich zunächst extrem viel erscheint, jedoch sich relativierte, als sich die Gruppen auf dem Boot verteilten. Die Crew bestand aus 4 Leuten: Skipper, Co-Skipper und zwei Bootsjungen, die u.a. für das Essen und die Reinigung verantwortlich waren. Die anderen 28 hatten die Tour gebucht. Davon waren alleine 6 andere deutsche Mädels und 3 Franzosen. Der Rest der Gruppe kam aus Kanada, Holland und Italien. Die Hälfte der Gruppe kannte sich bereits von anderen Touren, wodurch diese fast die ganze Zeit zusammensaßen und es nur schwer war, sich dort einzuklinken. Am ersten Tag hatten wir unseren ersten Schnorchelgang. Insgesamt folgten an den nachfolgenden Tagen noch 4 weitere „Schnorcheleien“ ^^ Alle hatten immer etwas anderes zu bieten. Mal konnte man ein wunderschönes und kunterbuntes Riff begutachten, mal waren so viele verschiedene Fischarten um einen herum, dass man dachte, dass diese eine kleine Invasion vorbereiten. Einmal erschrak ich total, als an meiner Seite ein großer, schwarzer Fisch auftauchte, der bestimmt einen knappen Meter lang und recht dick war. Als dieser aber begann, sich vom Riff zu ernähren, konnte ich wieder durchatmen und die Schönheit genießen ;)                 

 

Am Nachmittag haben dann die Hälfte der Besatzung (u.a. auch ich) beim Segel setzen mitgeholfen. Dafür mussten wir in 2er Gruppen eine Kurbel im Uhrzeigersinn bzw. Gegen den Uhrzeigersinn bewegen. Das war vielleicht anstrengend, aber gleichzeitig hat es auch Spaß gemacht :) Wie ihr daran bemerkt, sind wir nur ungefähr die halbe Dauer unseres Trips gesegelt. Der Grund ist einfach, dass man, je nachdem wo der Wind herkommt, für bestimmte Richtungen zeitaufwendige Manöver ausführen muss, die einfach in unseren straffen Zeitplan nicht hineingepasst hätten. Aber von meiner Seite war es trotzdem vollkommen ausreichend. Als sich der erste Tag dem Ende neigte, gab es ein warmes Abendessen und danach erzählte uns der Skipper noch ein paar Details zu der Gegend und unseren weiteren Plan. Danach saßen wir noch gemütliche in kleineren Runden mit ein paar Bierchen und ließen den Tag ausklingen. Nun ging es daran, sich in den Kojen schlafen zu legen. Das ich mir mit Anais ein "Doppelbett" teilen musste, war ja kein Problem für mich. Die größeren Sorgen machte ich mir wegen dem durchgängigen Licht und dem Lärmpegel in der Kajüte. Erstes bemerkte ich kaum und das Zweite umging ich ganz gekonnt mit Ohropax :) Manch einer denkt sich vielleicht, dass das Geschaukel einen belastet, jedoch nimmt man es nur die ersten Minuten war und dann ist es einem auf gut Deutsch Scheiß egal ;) 

Der zweite Tag starte damit, dass ich um 5.30 aufgestanden bin, um den Sonnenaufgang zu sehen, was uns der Skipper geraten hatte. Leider war dieser natürlich nicht wirklich zu sehen, da eine Insel direkt im Sichtfeld war. Jedoch war die Morgendämmerung trotzdem lohnenswert. Zunächst war ich auch der einzige, der so früh auf war, nach etwa 15 min folgten dann noch 2-3 andere. Richtig aufregend wurde es erst, als wir in die Richtung des Whitehaven Beach fuhren. Dieser Strand soll den feinsten Sand  in ganz Australien haben. Dort angekommen konnte ich die Meinung nur bestätigen. Es war wirklich traumhaft. Da wir zudem sehr zeitig auf der Insel waren, war zu dieser Zeit keine andere Menschenseele auf der Insel bzw. am Strand. Ich bekam gleich von den Mädels die Insiderinformation, dass dieser Sand die haut reinigen soll, wenn man ihn auf den Körper verteilt. Also folgte ich diesem Rat und ich denke, ein kleiner Unterschied konnte man fühlen (hoffentlich nicht nur Einbildung ^^). Wir liefen im seichten Wasser entlang und konnten so viele Rochen sehen, wie ich noch ni auf einem kleinen Strandbereich gesehen habe. Nach etwa 2h am Strand, ging es ins Innere der Insel, wo uns eine kurze Wanderung zu einer Aussichtsplattform gebracht hat, die einen so unbeschreiblichen Anblick ermöglicht, dass einem fast die Luft verbleibt. Ich muss sagen, alleine diese Aussicht war die Tour Wert. Leider lässt sich das mit den Fotos nicht immer 100% rüberbringen, aber ich denke, ihr glaubt mir auch so, dass es 100-mal schöner ist, als es die Fotos wiedergeben. Nach diesen tollen Eindrücken wurden wir auf der anderen Seite der Insel wieder aufgesammelt. Der Skipper erzählte uns, dass es in dieser Bucht nur so von Haien wimmelt, da dies gleichzeitig ein großes "Leichgebiet" der Schildkröten ist. Leider konnten wir keinen Hai erblicken. Zu unserem Glück tauchte aber gerade beim losfahren eine riesige Schildkröte neben uns auf, die wohl wieder einmal etwas Luft "schnappen" musste :) Insgesamt war somit der Whitehaven Beach ein voller Erfolg! Zum Nachmittag ging es an die zweite nördlichste Insel der Whitsundays. Dort konnte jeder, der wieder tauchen wollte, ins kühle Nass gehen, was ich natürlich wie immer nutze. Vom Strand aus war dann ein wundervoller Sonnenuntergang zu sehen. Nachdem wir von der Insel wieder abgeholt worden, gab es Abendessen und wir ließen den Tag gemütlich ausklingen. An diesen Abend gab es auch mehr Kontakt mit 3 Franzosen, die in Australien nur für 4 Wochen an der Ostküste reisten. Sie gaben mir etwas Whiskey aus und wir sprachen über Gott und die Welt ^^ Außerdem fragte ich sie, wie ihre weitere Reiseplanung aussah. Sie hatten die Idee, sich ein Geländewagen (4WD) in Harvey Bay (nächste Stadt zu Fraser Island auf dem Festland) auszuleihen und damit 2 Tage Fraser Island unsicher zu machen. Da Anais, Julia und ich ebenfalls auf diese Insel wollten, hakte ich noch ein wenig nach. Sie erzählten mir, dass es die Möglichkeit gibt, einen Landrover für 6 Personen zu leihen, der etwa 140 $ pro Nase wäre. Ihr müsst zunächst wissen, dass Fraser Island die größte Sandinsel der Welt ist und man ohne Geländewagen keinen Zugang bekommt. Somit gab es keine andere Möglichkeit, als ein Auto zu mieten, da mein Louis bekanntermaßen nicht unbedingt Geländetauglich ist ;) Da 140 $ wirklich sehr günstig ist, da wir zu Dritt für einen Geländewagen ungefähr 200 $ pro Person hatten bezahlen müssen, machten wir uns aus, dass wir in Kontakt bleiben. Falls sie ein gutes Angebot bekommen, sollten sie uns Bescheid geben, da sie eher in Hervey Bay ankommen würden. Auch die Unterhaltung mit einer Deutschen, die bereits Thailand und Indonesien bereist hatte, war sehr aufschlussreich, da sie mir erläuterte, dass ein Tauchkurs in Thailand sehr gut und nur halb so teuer wie in Australien sei. Daher stand für mich der Entschluss fest, dass ich nicht nochmal nach Cairns zurückfliege, um dort am Great Barrier Reef einen Tauchkurs zu vollziehen, sondern es in Thailand zu machen. Der letzte Tag auf dem Segelboot ist nicht weiter erwähnenswert, da wir nur noch einmal Schnorcheln waren und es dann direkt Richtung Hafen ging. Zum Abschluss gab es noch ein Abschiedsfoto mit allen Beteiligten (ohne Crew). Wer nachgezählt hat, konnte erkennen, dass auf dem Foto nur 25 Leute sind, jedoch fehlten 3 „Matrosen“ ;) 

Was man sicher noch erwähnen muss. Auf dem Boot war immer ein sehr starker Wind, was am Tag mit 27 Grad und nur leichter Bewölkung sogar sehr angenehm und abkühlend war. Am Abend und nach Sonnenuntergang war dieser Wind dann nicht mehr ganz so schön, jedoch mit einem Pullover oder Jacke relativierte sich die ganze Sache dann wieder. Vom Essen her gab es am Morgen immer Toast, Müsli, Kaffee, Milch und Tee. Zum Mittag- und Abendessen wurde immer gekocht, u.a. Spagetti Bolognese, Schweinesteak mit Bohnen und Kartoffelpüree und verschiedene Salate. Dazwischen gab es kleinere Snacks mit verschiedenen Gemüse und Obst und zum Nachmittag eine Keksplatte. 

Übrigens zählen die Whitsunday Islands zum Great Barrier Reef, was ich somit auch erkundet habe und von meiner Liste abhaken konnte. 

Zusammenfassend kann ich definitiv sagen, dass sich der Preis von etwa 350 $ voll gelohnt hat, da ich eine wunderschöne Zeit auf dem Boot hatte und so viele neue Sachen gesehen und erlebt habe, dass es alleine eigentlich einen Blog-Eintrag Wert wäre. So habe ich mich nun auf das wichtigste beschränkt, um euch einen Überblick zu geben.

 

Spank Me (unser Segelboot in Whitsunday Islands)Spank MeSpank Me (Kajüte)Schwimmen mit Haien (Whitsunday Islands)Whitsunday IslandWhitsunday Islands Whitehaven BeachWhitehaven BeachWhitehaven BeachWhitehaven BeachRochen am Whitehaven Beach

 

Nachdem wir am Mittag wieder Land unter den Füßen hatten, holten wir Julia ab und es ging gen Süden. Wir fuhren zur nächst größeren Stadt, die Mackay heißt, und besorgten uns den Proviant für die nächsten Tage. Da wir einen anderen Weg aus der Stadt nehmen wollten, verirrten wir uns sogar kurzfristig, jedoch mit der Hilfe einer netten Dame, konnten wir unsere Reise unbeschwert fortsetzen. Das wir uns verirrt haben, war mal wieder ein Beweis, dass die Australier keine guten Ausschilderungen haben ^^ Unsere erste Nacht verbrachten wir auf einen kostenlosen Rastplatz. Da Anais vom Segeln etwas krank geworden ist, ging sie eher schlafen, sodass ich mich mit Julia etwas vereinfacht und detaillierter in Deutsch unterhalten konnte. Der nächste Tag begann mit erneuter Fahrerei. Am Mittag kamen wir in Agnes Water an, wo wir planten, an einen Surfunterricht teilzunehmen, da es hier sehr günstig sein soll. Leider waren wir zu spät dran, um den Kurs am selben Tag mitzumachen, sodass wir uns entschieden, Town of 1770 zu erkunden und uns den Rest des Nachmittags am Strand zu aalen (mit Quallen, die jedoch hier ungefährlich waren). Town of 1770 ist nicht wirklich erwähnenswert, da hätten wir uns alle etwas anderes vorgestellt. Vielleicht lag es daran, dass wir noch von den Whitsundays verwöhnt waren. Wir suchten uns einen Campingplatz, wo man am Morgen bezahlen sollte (was wir leider auch mussten, obwohl wir schon um 6 rausgefahren sind ^^). Am Abend trafen noch die 3 Franzosen ein, die noch etwas mehr Zeit in Airlie Beach verbrachten, und wir hatten ein gemeinsames Abendessen. Da Julia und ich die letzten waren, die noch beisammen saßen, und es gleichzeitig eine sternenklare Nacht war, hatte ich die Idee, noch einmal an den 10 min entfernten Strand zu gehen. Sie fand die Idee gut und so platzierten wir uns mit den Decken direkt am Wasser. In diesen etwa 45 min sah ich über 15 Sternschnuppen, wovon eine so unglaublich hell und gelb war, dass es fast wie ein Blitz wirkte. So etwas Wunderschönes hatte ich bis dahin am Sternenhimmel nicht gesehen. Gut gestärkt folgte am nächsten Tag der Surfkurs. Der Preis war mit 15 $ lächerlich wenig, da man z.B. in Sydney etwa 50 $ für dieselbe Leistung bezahlen müsste. Nachdem wir unser Board bzw. Brett und unseren Schwimmanzug erhalten hatten, gab es zunächst die Trockenübungen  bzw. die Theorie des Surfens. Nun galt es in den nächsten 2h, das gelernte in die Tat umzusetzen. Um ehrlich zu sein, vergisst man im Wasser schnell wieder die Theorie und versucht einfach, sich aufs Brett irgendwie hinzustellen und dort kurze Zeit stabil zu bleiben. Jedoch habe ich die gesamten 2h voll ausgenutzt und es wurde mit jeder Minute besser, da man mehr Gefühl für die Wellen und seine eigene Balance und Technik bekam. Letzten Endes habe ich mein Ziel erreicht und konnte etwa 3-mal für 2-3 Sekunden auf dem Brett die Welle entlang "surfen" :) Ein Beweisfotos gibt es ja zum Glück auch (vielen Dank an Anais, die leider nicht mitmachen konnte, da sie immer noch kränkelte). Es war ein riesen Spaß, der jedoch auch ganz schön anstrengend ist. Am Nachmittag ging es weiter in Richtung Hervey Bay. Auf der halben Strecke teilten uns die Franzosen mit, dass sie ein Geländewagen für 6 Personen bekommen könnten, wo jeder nur 120$ bezahlen muss. Da sagten wir natürlich gleich zu und unsere Reise sollte uns die nächsten zwei Tage nach Fraser Island führen. Am Abend konnten wir neben den Franzosen auf einem Caravanpark mit heißer Dusche kostenlos schlafen, da die Rezeption nicht mehr besetzt war :) 

 Surfing-Champion :)1770

 

Am nächsten Morgen mussten wir sehr früh los, da wir um 6 beim Anbieter des gemieteten Geländewagens einen Termin hatten. Dort gab man uns eine Einführung über Fraser Island und die spezielle Handhabung eines 4WD. Über Fraser Island muss man zunächst einige Dinge wissen. Wie bereits erwähnt, ist es die größte Sandinsel der Welt. Sowohl Inland als auch am Strand gibt es keine befestigen Straßen (Ausnahme sind 2 kleine Dörfer), sodass man ein 4WD benötigt, um überhaupt auf die Insel gelassen zu werden. Außerdem leben da sehr viele Dingos (hundeähnliche Wildtiere), die immer versuchen, den Müll zu stehlen, und auch schon Kinder angegriffen haben, jedoch für Erwachsene ungefährlich sind. Daher soll man seinen Müll nicht unbeaufsichtigt lassen und immer in die Container werfen, egal ob es sich nur um Essensreste oder ähnlichem handelt. Weiterhin kann man an der gesamten Küste nicht baden, da es überall nur so von Haien und Quallen wimmelt. Jedoch ist man darauf auch nicht angewiesen, da es sehr viele herrliche Seen auf der Insel verteilt gibt, die sich alleine durch Regenwasser fühlen und keine zusätzlichen Zuflüsse durch Quellen haben. Außerdem gelten hier andere Geschwindigkeitsbegrenzungen. Inland darf man höchsten 30 km/h fahren, am Strand darf man doppelt so schnell "rassen" ;) Zum Auto muss man noch zusätzlich erwähnen, dass man zwischen kurzer und langer Entfernung (low bzw. high range) unterscheiden konnte. Normalerweise nutzt man immer zweiteres. Jedoch kann es vor allem Inland vorkommen, dass der Sand so tief ist, dass man kurzzeitig mehr Leistung benötigt. Dafür ist dann die erste Option gedacht. Damit sollte man auch wirklich nur einige 100 m fahren, weil einem sonst wohlmöglich der Motor abfackelt. Ansonsten muss man eigentlich nicht viel mehr zum Wagen wissen, sondern man muss es einfach erfühlen. Nach der langen Einführung und den Vertragsmodalitäten mussten wir uns nun etwas beeilen, da unsere Fähre um 9.30 gehen sollte, was aber im Nachhinein kein Problem darstellte. Da wir doch mehr Zeit an der Anlegestelle hatten als gedacht, übernahm ich kurzerhand die Anpassung der Reifendrucks. Auf Sand soll man diesen auf um die 22 psi reduzieren, auf Asphalt gilt normalerweise zwischen 35 und 40 psi. Auf der Fähre, die etwa 1h benötigte, unterhielten wir uns dann noch mit einem etwa 60-jährigen, kanadischen Mann, der seit etwa 15 Jahren in Australien lebt. Auf die kniffelige Frage, welches Land er besser findet, antwortete er sehr diplomatisch, dass es darauf ankommt, was man möchte. Also muss man festhalten, dass sich Kanada natürlich auch auf meiner Liste, der "noch zu besuchende Staaten", nach oben gearbeitet hat :) Auf der Insel angekommen, wurden zunächst die bekanntesten Seen besucht und ein kurzes "Bad" genommen. Die Temperaturen dieser waren sehr angenehm, sodass es ohne Bedenken ins Wasser ging. Nachdem zwei Franzosen bereits das Steuer in der Hand hatten, musste ich es natürlich auch probieren. Nach etwa 15 min hatten wir jedoch das Problem, dass ein sehr steiler Anstieg mit tiefem Sand auf uns wartete. Daher benötigte ich einige Anläufe, um diesen mit der "low range"-Option zu meistern. Bevor blöde Kommentare kommen, auch die nachfolgenden Autos, die wir zunächst passieren ließen, brauchten mehrere Anläufe :P Da der Tag recht schnell verstrich und wir unseren Campingplatz im nördlichen Teil der Insel gebucht hatten (wir starteten im Süden), ging es dann an den Strand entlang gen Norden. Auf dem Weg konnten wir noch das berühmteste Schiffswrack der Insel besichtigen. Dieses liegt seit etwa 80 Jahren dort und die Insel wurde auch nach dieser Familie benannt, da der Mann, als er seiner Frau helfen wollte, beim Stranden starb. Außerdem konnten wir noch einige Dingos erspähen, u.a. stand einer direkt am Meer und beobachte dieses. Als würde er es genauso genießen wie wir Menschen :) Kurz vor der Abenddämmerung erreichten wir den Campingplatz und konnten somit noch im hellen die Zelte aufbauen, was jedoch bei den heutigen 5min-Zelten auch im Dunklen kein Problem darstellen sollte. Nach einem netten Abendessen ging es recht schnell Richtung Zelt, da wir am nächsten Morgen wieder früh aufstehen wollte, um den Tag voll nutzen zu können. Ich verbrachte somit meine erste (und wohlmöglich auch letzte) Nacht in einem Zelt in Australien. Jedoch kann ich mich nicht beschweren, da der Untergrund sehr weich war und ich dadurch einen erholsamen Schlaf hatte. Die weitere Fahrt führte uns weiter in den Norden, zu einem schönem Aussichtspunkt (Indian Head) und einer beliebten Badestelle (Champagne Pools). Zur Erklärung, es handelt sich um kleine Pools, die normalerweise bei Flut überschwemmt werden und fast die gesamte andere Zeit vom Meer abgeschnitten sind. Daher erwärmen sie sich deutlich schneller und sind gut geeignet, um eine kleine Abkühlung zu nehmen. Leider war an unserem zweiten Tag ein sehr starker Wind, sodass das auch bei Ebbe das Wasser über die Felsen brach. Und um sicher zu sein, dass es sich wirklich nicht um Champagner handelt, habe ich es auch getestet. Leider war meine Vorahnung richtig ;) Da wir die Hauptattraktionen auf der Insel nun gesehen hatten, ging es am Strand wieder in den Süden. Diesmal fuhr ich auch eine länger Strecke und muss sagen, es macht wirklich viel Spaß :) Wir machten noch halt an einem kleinen Fluss und liefen diesen ein wenig hinein. Weiterhin gab es einen weiteren Stopp am Wrack, da diesmal die Lichtverhältnisse deutlich besser waren. Da unsere Fähre erst um 16 Uhr ablegen sollte, wollten wir noch 2h an einem See verbringen. Leider war dies nicht wirklich sehr angenehm, da einem der Wind inklusive einer Menge Sand um die Ohren flog. Daher entschieden wir, direkt an der Anlegestelle zu warten. Dort reinigten wir bereits den Wagen ein wenig und stellten unseren Müll direkt neben das hintere Wagenrad. Danach saßen wir ein paar Minuten im Auto. Plötzlich schauten sehr viele Leute in meine Richtung und zeigten auch dorthin, sodass ich mich zu wundern anfing, was los wäre. Jemand schrie dann Dingo und uns war allen klar, dass dieser unseren Müll geschnüffelt hatte und gerade in Begriff war, diesen zu entführen, was ihm auch zunächst gelang. Jedoch konnten wir ihm den Müll wieder abjagen, indem wir einen Stock in eine andere Richtung warfen und er diesem folgte. Nur wenige Minuten später stand er wieder nur 3m vom Auto entfernt, jedoch war der Müll nun sicher auf dem Dach platziert ^^ Dies hat uns deutlich gemacht, dass diese Dingos inzwischen menschenscheu sind und alles nehmen, was sie bekommen können. Nun war es an der Zeit, die Insel wieder zu verlassen. Insgesamt hatten wir keine Probleme mit dem Auto und jeder bezahlte etwa 150$ inklusive Auto, Essen und Benzin, was wirklich sehr preiswert ist. Zu der Insel selber muss man ehrlicherweise sagen, dass sie wirklich sehr schön ist, jedoch auf einer Art und Weise auch irgendwie einen Rennplatz für Leute darstellt, die gerne mal im Sand fahren wollen. Wir hatten zudem Glück, dass wir außerhalb der Saison waren. Ansonsten ist es dort brechend voll. Wenn sich aber irgendwann im meinem Leben nochmal die Möglichkeit ergibt, würde ich die Insel erneut besuchen.

Fraser Island (Wrack)Fraser Island (gemieteter 4WD)Dingo auf Fraser IslandStrandfahrt auf Fraser IslandLake McKenzie (Fraser Island)Fraser IslandFraser Island Fraser IslandFraser IslandFahrt im Inneren von Fraser Island

 

Nach der Autoübergabe führte uns unsere Reise weiter Richtung Süden. Die Nacht wurde auf einem kostenlosen Rastplatz verbracht, welcher auch unsere letzte mit den Franzosen war. Dort habe ich mich mit einem Kanister und Eimer hinter meinem Van gewaschen, da ich noch überall den Sand kleben hatte. Auch wenn das Wasser kalt und es nicht so komfortabel wie eine Dusche war, musste es diesmal mit diesen einfachen Hilfsmitteln gehen. Die anderen waren natürlich alle Weicheier, aber was anderes kann man von Franzosen ja nicht erwarten ;) Am nächsten Morgen machten wir uns auf nach Noosa, welcher unseren letzten Stopp vor Brisbane darstellen sollte. Wir schauten uns zunächst das Stadtzentrum an, was wirklich sehr schön und einladend wirkte. Auch die Häuschen im gesamten Stadtgebiet waren wirklich beeindruckend, da es kaum Gebäude mit mehr als 3 Stockwerken gab. Wir entschlossen uns, eine Wanderung durch den NP zu machen, der sich direkt ans Stadtzentrum anschließt. Dort stampften wir durch Regenwälder und der Rückweg führte uns entlang der Küste, wo ich das erste Mal in meinem Leben (soweit ich mich erinnern kann) Delfine gesehen habe. Eine Frau zeigte uns zudem Fotos, wo diese netten Meeressäuger in den Wellen surfen, d.h. es den Menschen gleichtuen. Außerdem konnten wir eine Menge menschliche Surfer sehen, die sich entlang der Küste säumten. Ansonsten gibt es von Noosa nicht viel zu erzählen, außer dass es ein Besuch jedenfall Wert ist. Diese Nacht sollte dann auch unsere letzte mit Julia sein, da sie in Brisbane bleiben würde, wo wir am nächsten Tag ankamen. Wir tauschten noch die Fotos untereinander aus und schauten uns diese auch gemeinsam nochmal an. Nach einer kurzen Nacht erreichten wir gegen Mittag Brisbane, wo wir Julia, nachdem wir etwas durch die Stadt herumgeirrt sind, verabschiedeten. Man muss dazu sagen, dass in Brisbane 2 Millionen Menschen Leben und das Stadtzentrum aus Einbahnstraßen besteht. Anais und ich suchten uns dann einen kostenfreien Parkplatz in der Nähe des Zentrums, was zunächst nicht so einfach war. Wir fanden dann schlussendlich einen Platz, der etwa 30 min entfernt war. Den Nachmittag verbrachten wir im Zentrum selber. Wir schauten uns u.a. den botanischen Garten, die Universität und die Uferpromenade an. Wie jede andere Großstadt ist Brisbane sehr hektisch und mit viel Trubel ausgestattet. Man kann noch erwähnen, dass eines der ältesten Gebäude der Stadt, die ehemalige Schatzkammer, nun als ein Casino mit Hotel genutzt wird. Damit können die Prioritäten der Australier gut dargestellt werden. Wie auch immer :) Schon vor dem Eintreffen in Brisbane hatte ich eine Annonce aufgegeben, dass wir nach einer weiteren Person bis Sydney suchen. Wir trafen uns dann mit Annette, einer 29-jährigen Deutschen, die eine Mitfahrgelegenheit nach Sydney gesucht hatte. Nach kurzem kennenlernen und freundlichen Worten waren wir uns einig, dass wir zusammen reisen werden. Sie lud uns auch für denselben Abend ins Hostel ein, um ein wenig die "Atmosphäre" in Brisbane kennenzulernen. Sie war bereits seit über 2 Monaten in Brisbane und dem Hostel und kannte bereits fast alle. Sie arbeitete 2-mal wöchentlich in einer Bar, sodass sie nicht einmal ihre Kosten decken konnte, jedoch hatte sie noch genügend Puffer durch die Arbeit in Dtl. Im Hostel spielte ich das erste Mal Bier Bong in Australien. Bei diesem Spiel versucht man mit einem Tischtennisball die 6 Becher, die mit Bier oder Wein gefühlt sind, des gegenüberliegenden Teams zu treffen. Wenn man trifft, muss das andere Team diesen Becher austrinken. Nachdem ein Team alle 6 Becher verloren hat, muss es auch die restlichen der anderen Teams trinken. Von daher wäre verlieren eigentlich besser, jedoch habe ich mit meinem englischen Teamkollegen gewonnen :) Schlussendlich handelt es sich also um ein Trinkspiel. Aber wir trinken natürlich mit Verantwortung, wir sind ja schon groß :P Da die Leute mir sympathisch waren, bin ich mit der Meute noch in einen Club gegangen, Anais ist ins Auto zurück. Es war wirklich ein sehr unterhaltsamer und gelungener Abend, u.a. haben wir Karaoke gesungen. Als ich dann gegen 3 müde wurde, bin ich wieder zum Van, was ungefähr 45 min gedauert hat, aber ich bin halt zu "sparsam" für ein Taxi. Außerdem klingt es etwas komisch, wenn ich bitte zu dem Van mit folgenden Nummernschild und in folgender Straße möchte ;) Die Straße habe ich auch ohne Probleme gefunden, da wir in der "why-not-Street" standen :D Am nächsten Morgen wurde ich nach etwa 5h Schlaf von Anais geweckt, da wir uns einige Museen anschauen wollten. Ein leichte Müdigkeit und ein kleiner Hangover waren inklusive ;) Unsere Ziele an diesem Tag waren das Museum für moderne Kunst, "alte" Kunst und Wissenschaft und Geschichte, die alle kostenfrei waren. Außerdem nutzen wir die Bibliothek für das Internet und um unsere elektrischen Geräte wieder aufzuladen. Danach ging es nochmal ins Zentrum, wo wir einige Dinge erledigten. Wir waren auch in einem Lush-Geschäft (für alle, die nicht wissen, was das ist, die gehen bitte mal in die Centrums-Galerie in Dresden :) ). Wir genossen noch die Stadt in der Nacht und ließen den Abend entspannt ausklingen. Der nächste Tag war nicht wirklich aufregend. Wir folgten den Ruf unserer Kleider und begaben uns in einen Waschsalon. Am Nachmittag holten wir Annette vom Hostel ab und unsere Reise ging weiter gen Süden.  

Unsere ersten Ziele sollten er Tamborine und Springbrook NP sein. Diese Nationalparks sind für ihre großen Wander-Möglichkeiten bekannt. Daher unternahmen wir mehrere, kleinere Wanderungen durch sehr schöne Täler und Schluchten. Außerdem gab es wieder eine Menge Aussichtsplattformen zu erklimmen. Einer hieß zum Beispiel "Best of all Lookouts", wobei der Name sich nicht bestätigen ließ. Zudem konnte, man wieder eine Vielzahl von Wasserfällen, bzw. besser gesagt Wasserfällchen, betrachten, jedoch haben die mich nicht mehr umgehauen. Auch wenn dieser Tag nicht so viel Berauschendes geboten hatte, waren die Wanderungen sehr entspannt. 

Am darauffolgenden Tag habe ich mir mal etwas gegönnt, da ich ja lange genug geschuftet hatte. Ich begab mich nämlich in den Dreamworld Freizeit- bzw. Vergnügungspark. Vorher setzte ich die beiden Mädels noch in Surfers Paradise ab, da diese kein Geld für so etwas ausgeben wollten. Aber mich störte es auch überhaupt nicht, alleine in den Park zu fahren, da ich somit auch mal ein wenig für mich "alleine" sein konnte. Geplant hatte ich, dass ich noch vor der Parköffnung da sein wollte, jedoch durch den Stau in der Stadt kam ich erst 30 min später an. Dort wartete eine längere Schlange, sodass ich Bedenken hatte, dass ich nicht alles am Tag schaffe. Die Bedenken waren letzten Endes vollkommen unbegründet, da nur wirklich wenige Leute im Park waren. Der Park selber besteht aus einem sehr großen Vergnügungspark mit etlichen Fahrgeschäften und einem etwas kleineren Tierpark. Im Tierpark habe ich mir eine Schafshop angeschaut, wo sie auf eine spaßige Art das schoren eines Schafes gezeigt haben. Außerdem konnte man viele verschiedene Tiere beobachten, u.a. zwei Kasuaren, Krokodile, Eulen, Vögel und tasmanische Teufel. Zuletzt genannte hatten sogar erst 2 Monate alte Jungtiere. Es gab auch einen Streichelzoo, der jedoch nicht wie in Dtl. mit Ziegen usw. auffährt, sondern mit Kängurus und Wallabys. Diese sahen nicht wirklich glücklich aus und für mich war es ja schon nix besonderes mehr, da ich diese schon so oft in freier Wildbahn gesehen hatte. Der Eintritt, der bei 80 $ lag, hat sich schon durch das erste Mal Lasertag gelohnt. Natürlich habe ich das gleich ausgenutzt und eine zweite Runde mitgenommen. Weitere Highlights waren ein gigantischer Free-Fall-Tower, eine Schaukel (sie drehte sich um den eigenen Uhrzeigersinn und etwa 120 Grad hoch), eine Achterbahn und eine Bahn, die auf 120 km/h beschleunigt wird. Noch eine kleine Anekdote zur Letzt genannte Attraktion. Dort hatte ich die Ehre, neben einem etwa 10-jährigen Mädchen zu sitzen, die alleine gefahren ist. Sie fragte mich vorher, ob es schlimm wäre, und ich meinte, dass es nicht der Rede wert ist. Nach der Fahrt gab sie mir recht :) Auf jedenfall hatte ich einen sehr relaxten Tag mit ein paar  Adrenalinschüben und viel Spaß.

Dreamworld FreizeitparkDreamworld FreizeitparkDreamworld FreizeitparkDreamworld Freizeitpark (Laser Tag)

 

Am Abend sammelte ich dann die beiden Mädels wieder aus Surfers Paradise auf und wir verließen Queensland und erreichten unter starken, sintflutartige Regen New South Wales. Am nächsten Morgen war dann deutlich besseres Wetter und wir machten uns landeinwärts Richtung Nimbin. Diese Stadt ist die Hippie-Stadt von Australien und alles ist total kunterbunt. Sie haben auch eine eigene "Weed"-Botschaft, die dafür kämpft, dass Weed in Australien legalisiert wird. Weiterhin besuchten wir ein Museum über die Geschichte der Stadt und ein paar Galerien. Das erstaunlichste ist, dass man von fast jedem Einheimischen ohne Bedenken gefragt wurde, ob man Weed kaufen möchte. Während unserem Mittagessen trafen wir auch zwei deutsche Mädels von unserem Segeltrip wieder. Sie hatten einen Tagesausflug nach Nimbin mit anschließendem Barbecue gebucht. Nach einem angenehmen Vormittag ging es Richtung Byron Bay. Dort unternahmen wir eine schöne, aber auch lange Wanderung zu einigen Aussichtsplattformen und einem sehr schönen Leuchtturm. Ihr werdet merken, dass es sehr viele Leuchttürme an der Ostküste zu betrachten gibt. Am Abend wurde dann eine Pizza bei Dominos geordert und diese während des Sonnenuntergangs am Strand verputzt :)

Nach dem ganzen Stress in den 2 Wochen unserer Reise wurde der nächste Tag am Strand von Yamba gechillt. In den darauffolgenden Tagen haben wir nix besonderes mehr gemacht, sondern wir haben uns noch einige nette Gegenden angeschaut und meistens kleinere Wanderungen unternommen. Wir waren in Coffs Harbour, Nambucca Heads, Crescent Heads, Port Macquarie und Forster-Tuncurry. 

Yamba StrandCoffs HarbourCrescent HeadSeals RockForster

 

Am vorletzten Tag unserer Reise ging es in das Hunter Valley. Diese Gegend ist berühmt für australischen Wein, d.h. dort reiht sich Winzerei an Winzerei. Bei fast jeder kann man mehrere, selbst hergestellte Weine probieren. Für mich war es natürlich ein wenig doof, da ich der Fahrer war. Jedoch nahm ich auch an einigen Verkostungen teil, da diese ja über den Tag verteilt waren. Außerdem gab es noch eine Brauerei, bei der man aber leider das Bier kaufen musste, um es zu probieren. Also versuchen wir uns bei einer Destillerie für Wodka. Dort gab man uns eine 10min Einführung, wie der Herstellungsprozess abläuft. Nach dieser durften wir den Wodka auch kosten. Sie hatten so viele verschiedene Sorten. Angefangen mit leichten Wodka mit Geschmack, z.B. Erdbeere oder Vanille, und 18 % über Wodka mit Kaffee (30 %) bis hin zum klaren, Premium Wodka mit 43 %, wo eine Flasche 0,7 l um die 45$ kostet. Natürlich hielt ich mich hier auch zurück und beließ es bei etwa 8 Kostproben zu je 0,01 Liter :P Weiterhin besuchten wir eine Winzerei, wo wir eine Führung für 5$ mitmachten. Diese war sehr interessant und aufschlussreich, da der ältere Herr uns viel erzählt hat und auch alle Fragen beantworten konnte :) Neben dem ganzen Alkohol ist die Gegend auf für weitere Köstlichkeiten wie Käse und Schokolade bekannt. Alleine schon wegen dem Käse hat sich der Trip dahin gelohnt, da dieser unglaublich lecker war. Leider war diese Preiskategorie nicht mit meinem Budget vereinbar, d.h. man bezahlte gut und gerne 4$ pro 100 g, was ich selbst für leckeren Käse nicht ausgebe. Da es mehrere Orte gab, wo man köstlichen Käse testen konnte, fuhren wir diese natürlich ab :P Bei der Schokolade waren wir ein wenig enttäuscht, da es kaum Möglichkeiten gab, diese zu testen. Weiterhin konnten wir verschiedene, selbst gemachte Marmeladen und Soßen kosten, die hauptsächlich aus Europa importiert werden :D Wir Europäer wissen halt, was schmeckt :) Jedoch kann man sagen, dass sich der Tag voll und ganz gelohnt hat, weil wir uns fast ausschließlich von den "Nahrungsmittel" tagsüber ernährt haben :P

 Der nächste Tag sollte den letzten auf unseren Trip von Home Hill nach Sydney darstellen. Da die beiden Mädels ihr Hostel erst für abends gebucht hatten, nutzen wir den Vormittag, um uns Newcastle, die zweitgrößte Stadt in New South Wales, anzuschauen. Wir liefen durch die Stadt und erkundeten u.a. das alte Fort und eine alte Kathedrale. Am Abend kamen wir dann in Sydney an. Dort durfte Louis gleich mal die Harbour Bridge ausprobieren. Leider bemerkten wir zu spät, dass man die eigentlich bezahlen müsste, so wie auch den Tunnel, der etwa die gleiche Route unter den Fluss nimmt. Man kann das im Voraus bezahlen oder hat auch noch einige Tage danach Zeit, jedoch habe ich gar nicht daran gedacht, für eine Brücke zu bezahlen. Wie auch immer, ich werde demnächst mal checken, ob irgendwelche Rechnungen auf Louis ausgestellt sind, welche ich natürlich eh nicht bezahlen werde :D Also habe ich die beiden Mädels am Hostel abgesetzt und bin wieder Richtung Innenstadt, wo ich mir einen netten, kostenlosen Parkplatz gesucht und die Gegend erforscht habe. Am späten Abend bin ich dann Richtung Flughafen gefahren und habe in der unmittelbaren Nachbarschaft geschlafen, um am nächsten Morgen, den 5.11.2012, Mum und Micha vom Flughafen abzuholen.    

 

So und damit endet mein erster Teil meiner letzten Reise. Ich hoffe, ich habe eure Nerven nicht zu lange strapaziert, aber das erlebte kann man halt nicht wirklich kurz fassen, wenn man einige Details näher erläutern möchte. Wobei man sagen muss, dass ich die letzten Tage deutlich zusammen gekürzt habe ;) Wie immer bedanke ich mich bei meinen fleißigen Lesern und bin sicher, euch hat das gelesene gefallen. 

 

Vielleicht noch etwas zur aktuellen Situation. Ich bin jetzt seit gut einer Woche in Tasmanien. Ich habe dafür die Fähre mit Louis zusammen von Melbourne aus genommen. Ich bin in einen Working Hostel etwa 50 km westlich von Hobart. Seit letztem Montag bin ich auf einer Apfelfarm und mache dort die "Auslese", sprich wir dünnen den Baum von zu kleinen und beschädigten Äpfeln aus. Dadurch lässt sich am Tag etwa 120 $ machen, da wir pro Baum, und nicht pro Stunde bezahlt werden. Dazu aber beim nächsten Mal mehr.

 

Impressionen:

rest area Kanguruh nähe Agnes Water  Airlie Beach Männertoilette

Home Hill und Arbeit auf der Auberginenfarm

Donnerstag, 11.10.2012

Wie bereits erwähnt, gibt es heute einen neuen Eintrag in meinen Blog. Ich möchte euch mehr über meine Zeit in Home Hill, was gleichbedeutend mit meiner Arbeit auf der Auberginenfarm ist, erzählen. Am 2.9. durfte ich ins Hostel "einziehen". Es war ein Sonntag und da noch etwas Zeit war, erkundete ich die Umgebung. Zunächst fuhr ich an einen in der Nähe liegenden Strand. Dort genoss ich ein  zweistündiges Sonnenbad mit kleinen Erfrischungen im Wasser. Am Nachmittag war ich dann in Home Hill joggen, um mir das "Dorf" etwas genauer anzuschauen. In Home Hill selber ist kaum was los und es gibt keine Möglichkeiten, etwas zu unternehmen. Wir haben eine Bibliothek, eine Kirche, einen Bowling-Club, eine Bäckerei und einen kleinen Park. Normalerweise ist keines davon erwähnenswert, jedoch gibt es einfach nix anderes :D Zudem haben wir 2 Tankstellen, einige Hotels und Getränkeläden. Außerdem ist direkt neben unseren Hostel ein Lebensmittelshop, der immerhin jeden Tag von 7 bis 19 Uhr auf hat. Dort findet man alles nötige zum Einkaufen, jedoch ist es im Vergleich zu den großen Lebensmittelketten in Ayr um etwa 20 % teurer. Nur Gemüse und Früchte sind hier meistens billiger. Ein Hoch auf die nahen Farmen :) Das Hostel selber ist ein Mix aus einem Hotel und Hostel, sprich jeder könnte hier schlafen. Es besteht aus elf 2-Bett-Zimmern, die alle vollkommen okay sind und genügend Platz haben. Wir haben im Zimmer eine Klimaanlage und einen Ventilator sowie einen Kleiderschrank und Waschbecken. Weiterhin befinden sich auf dem Flur ein Bad für Männer und Frauen, die mit jeweils 2 Duschen und Toiletten ausgestattet sind. Eine wirklich Küche haben wir nicht, sondern es ist mehr eine offene Terrasse, wo wir verschiedenes Equipment auf einen Metalltisch nutzen können. Dazu gehören eine Mikrowelle, ein Gaskocher (auch Herdplatten, die jedoch Jahre zum warm werden brauchen), ein Wasserkocher und ein Toaster. Zudem stehen uns 4! Kühlschränke und eine Gefrierschrank zur Verfügung. Besonders der Kühlschrank ist eine wirklich Gabe, da wenn man mit dem Van unterwegs ist und darin schläft, man auf verschiedene Lebensmittel verzichten bzw. jeden Tag neues Eis für die Kühlbox kaufen muss, was sehr umständlich und teuer ist. Die Miete pro Woche beträgt 170$ und ist dafür eigentlich zu hoch. Das einzige gute ist, dass das Geschirr und die Reinigung vom Hostel durchgeführt wird und man einen relativ sicheren Arbeitsplatz hat. Der "Wohnbereich" befindet sich im ersten Stock. Im Erdgeschoss sind die Bar, das Wettbüro und der Getränkeshop angesiedelt. Für das Internet muss man 5$ am Tag bezahlen, wenn man es nutzen möchte. Da man in den Internetcafes schon teilweise 5$ für eine Stunde bezahlen muss, ist das ein fairer Preis. Das nächste kostenlose WLAN bietet die Bibliothek in Ayr an, jedoch muss man sich jedes mal ein WLAN-Code zu den Öffnungszeiten besorgen, um es 2h bzw 100 MB nutzen zu können. Daher "kaufe" ich mir immer am Sonntag im Hostel die WLAN-Verbindung. Zum Einkaufen fahren wir fast immer nach Ayr, was sich, wie bereits im letzten Blog angesprochen, 10 km von Home Hill befindet. Dort findet man die beiden großen australischen Einkaufsketten Coles und Woolworths. Ich bevorzuge fast immer Coles, da es meines Erachtens billiger als Woolworths ist und die besseren Sachen anbietet (im Großen und Ganzen nehmen sich beide aber eig nix ^^). Weiterhin befinden sich in Ayr etliche Bankinstitute, mehrere Shopping-Möglichkeiten, wie Elektronik- und Begleitungs-Fachhändler, Fast-Food-Restaurant (Mcn, KFC, Red Roaster, Dominos, Subway ), Pubs und eine Nachtclub. Natürlich befinden sich dort auch verschiedene, andere Companies wie Autohändler und Frisöse, die sind aber nicht wirklich erwähnenswert. Das Gebiet um Ayr wird auch Burdekin genannt und ist die Zuckerhochburg Australiens, daher ist auch der Hauptindustriezweig die Zuckerproduktion ^^ wenn man einmal in dieser Gegend war, versteht man auch warum. Überall sieht man an den Straßenrändern nix anderes als Zuckerrohr. Zwischen den beiden Städten kann man noch ein richtiges "Highlight" bewundern, den die Burdekin River Bridge, die die beiden Städte über den Burekin River verbindet ;) , misst insgesamt 1,1 km und ist damit länger als die Sydney Harbour Bridge. Besonders hübsch ist die Brücke wahrlich nicht, aber immerhin ist sie auch schon 55 Jahre alt. Die Brücke ist notwendig, da der Fluss in der Wet-Session auf über 11 m höhe ansteigen kann. Zurzeit liegt der Fluss bei circa 50 cm :D

Zimmer vom Balkon Aussicht vom Aussicht vom Terrasse Terrasse und Essensbereich Geraete zum Kochen :D Kühlschränke und Gefrierschrank Treppe zwischen Erdgeschoss und 1. Stock Flur Männerbadezimmer Zimmeransicht vom Flur Burdekin River Bridge in der Trockenzeit Burdekin River Bridge in der Regenzeit Burdekin River Bridge aus dem Auto

 

Nachdem ich euch ein paar Insider-Infos gegeben habe, möchte ich nun meine letzten Wochen Revue passieren lassen und euch einen kleinen Einblick in das Leben und Arbeiten in Home Hill geben. Wie bereits erwähnt, war mein erster Arbeitstag auf der Auberginenfarm am 3.9. Da die Arbeitszeit immer von 7 bis 15.30 ist, musste ich um 6 aufstehen. Nach einem kleinen Frühstück ging es mit den anderen Arbeitern vom Hostel gegen 6.45 in Richtung Farm, die sich etwa 10 Autominuten entfernt befindet. Bei den anderen Arbeitern handelt es sich dabei um ein estländisches (komisches Wort, aber es stimmt so :D ) Päarchen und eine Französin. Das Päarchen war bereits eine ganze Weile in Home Hill und die Französin, die Anis heißt, kam erst am morgen an. Die Fahrt endete unter einem Baum, welcher den Treffpunkt mit dem Farmer und zugleich unseren Pausenort darstellt. Drum herum befindet sich noch ein verlassenes, kleines Haus und eine kleine Scheune, wo sich verschiedenes Werkzeug der Farmer befindet. Gegen 7 holte uns dann der Farmer, der Charlie heißt und in den 50-igern ist, mit seinem "Truck" ab und beförderte uns im Ladebereich zu dem ausgewählten Feld. Die gesamte Farm besteht aus mehreren Feldern, die wiederum in mehreren Reihen eingeteilt sind. Ein Feld besteht immer aus 10 oder 12 Reihen. Zwischen den Feldern befindet sich genügend Platz, damit ein Truck hindurchfahren kann. Zwischen den Reihen wiederum hat man genügend Raum, um darin zu laufen und stehen. Am Anfang bekommt jeder eine Reihe zugeteilt und dann geht es möglichst schnell und ohne Auslassen von Auberginen der richtigen Größe, Richtung gegenüberliegende Seite. Dort wiederholt sich das gesamte Spiel dann wieder in die umgekehrte Richtung. Je nachdem, wie alt und lang die Felder sind, muss man pro Feld mit 1,5 h bis 6 h! rechnen. Die Auberginenpflanzen sind im besten Fall etwa 50 cm hoch, wobei sich die Früchte (ja sie gehört zur Familie der Beeren ^^) meistens direkt über dem Erdboden befinden. Mit Hilfe eines "Cutters" wird die Frucht am Stiel von der Pflanze abgeschnitten. Daher muss man sich fast die gesamte Zeit gebückt fortbewegen. Und ich kann euch versichern, dass geht tierisch auf den Rücken. Vor allem im unteren Rücken- und Po-Bereich kann man einen dauerhaften Schmerz fühlen. Nach den ersten Tagen habe ich gedacht, ich muss sterben :D die Anderen meinten nur, dass es meistens mit der Zeit besser wird, jedoch man stets einen Schmerz fühlen wird. Das kann ich nun nur bestätigen. Nach einer Woche war es immer noch unangenehm, aber man gewöhnte sich einfach daran. Wie auch immer. Die gepflückten Früchte legt man in einen Plastikkorb, der etwa 40 l fasst, und wenn er voll ist, schafft man ihn an die Seite, wo sich der breitere Weg zwischen den Feldern befindet. Der Truck holt sie dann immer nach etwa 20 min ab, wobei die Beladung von den Pflückern, also uns, durchgeführt wird. Ich finde das immer eine tolle Abwechslung :) Zwischen  10 und 10.30 haben wir dann immer den sogenannten "smoke'n'go" für 20 min. Diese wird uns vergütet, da ja eine gewisse Pause pro Arbeitszeit zusteht. Gegen 13 Uhr haben wir dann unser Mittag, was 30 min lang ist. Insgesamt arbeiten wir somit am Tag etwas weniger als 8 h,  aber um ehrlich zu sein, ist das vollkommen ausreichend. Auf dem Feld benötigt man definitiv einen Hut, da die Sonne sehr belasten sein kann, wie ich einmal für eine Stunde am eigenen Leib gefühlt habe. Ansonsten ist außerdem Sonnencreme und eine Sonnenbrille von Großen nutzen. Zu den Eigentümern vielleicht noch ein Wort. Wie bereits erwähnt, ist der Chef Charlie. Dieser ist, wie es scheint, immer schlecht gelaunt, da ich ihn noch nie Lächeln gesehen habe. Insgesamt ist er aber völlig Ordnung. Sein Sohn, der Charles heißt ^^und ebenfalls im "Unternehmen" arbeitet, sieht wie sein Vater aus, nur das er 29 Jahre alt ist. Jedoch sieht er wie Ende 30 aus :D Auf der Farm arbeiten immer zwischen 10-12 Leute, wobei 6 bzw 7 immer pflücken (hauptsächlich die Männer) und die Anderen die Auberginen in einem Schuppen, der 5 min entfernt ist, verpacken (nur Mädels). Die "Picker" kommen aus unseren Hostel und aus einem in Ayr. Der gesamte Tagesablauf auf der Farm ist Tag ein, Tag aus der selbe. Gearbeitet wird immer Montag bis Samstag, jedoch habe ich in meinen gesamten 6 Wochen auch zweimal am Sonntag ran gemusst, was einen ganz schön fertig macht, da wenigstens ein Tag zum relaxen wirklich notwendig ist. Ansonsten habe ich natürlich noch die Auberginen von unseren Feld probiert. Geschmacklich geben sie sicher mehr her, da man sie direkt frisch isst, jedoch weiß jeder, der schon einmal welche getestet hat, dass der Geschmack eher gering ist. Da auf einem kleinen Feld auch noch Cherry-Tomaten, Kürbisse und weitere Gemüsesorten angebaut sind, wovon wir so viele pflücken können wie wir wollen, hat man einen guten Ausgangspunkt für gesunde und schmackhafte Gerichte :)

Abschiedsfoto ^^ Mahagoniwäldchen vom Farmer Mahagonigewächs Jungpflanze der Aubergine Bodenansicht jüngere Auberginenfelder ältere Auberginenfelder Körbe ;) Wege zwischen den Feldern Aubergine am Strauch gesamte Übersicht über die noch erntefähigen Pflanzen totes Feld ehemaliges Feld der sogenannte alter Baum für Pausen und Treffpunkt Van des Päarchens Pausenort Leckeres Essen mit Zutaten nur von der Farm

 

Als ich anfing, arbeiteten von unseren Hostel, wie ich bereits erwähnt habe, ein estländisches Päarchen und eine Französin. Von dem anderen Hostel kommen zwei Iren und ein Engländer, die auch jetzt noch dort in Brot verdienen. Da zu Beginn das Hostel sehr voll war, musste ich mir das Zimmer mit an Anis teilen, was sich im Nachhinein als kein großes Problem herausstellte, da wir uns gut verstehen. Die ersten 3 Wochen war das Hostel vor allem mit Asiaten, besser gesagt mit Südkoreanern, voll. Es waren so um die 12 hier und diese sah man nur am kochen. Da unsere "Küche" ja nicht gerade groß war, hatte man wirklich Glück, wenn man mal ein freien Topf/Pfanne auftrieb geschweige denn den Gaskocher nutzen konnte. Zudem mussten die Asiaten immer früh aufstehen (um 4, da sie etwa 1,5 h von hier zur Arbeit brauchten), d.h. es war sehr laut im Hostel und meine ersten Nächte sehr unruhig.Vielleicht lag es auch daran, dass mir mein Rücken "etwas" mitgenommen erschien ^^ Am Dienstag nach der Arbeit machte ich mich dann mit Anis nach Ayr auf, da ich das Internet bei der Bibo nutzen wollte und sie einige andere Sachen erledigen wollte. Da wir uns noch erinnerten, dass am Dienstag in australischen Dominos (Pizza) der sogenannte "Cheap Tuesday" ist, wo jede normale Pizza für 7 $ erhältlich ist, machten wir uns dorthin auf. Da in Ayr auch ein paar französische Freunde von Anis sind, trafen wir uns mit diesen in einem nahgelegenden Park. Zum Glück war einer der Leute aus Italien, sodass auch ab und an Englisch gesprochen wurde ^^ (Ja Franzosen untereinander sind nicht wirklich daran, die englische Sprache zu nutzen).

Die ersten Tage auf der Farm vergingen wirklich langsam, sodass ich mir Gedanken machte, wie ich dir Zeit effektiver nutzen könnte. Auch die Musik auf meinem MP3-Player brachte nicht viel, da bald alles gehört wurde. Da kam mir die Idee, dass ich Audiobooks während der Arbeit hören könnte, so wie ich es bereits bei meinem Mini-Job kurz vor Australien gemacht hatte. Da ich kein Laptop habe und sich das herunterladen von Datei mit Hilfe von anderen Laptops endlos hinziehen würde, beschloss ich mein iPad und dort das spezielle App "Audiobooks" zu nutzen. Dies ist recht unkompliziert und hat etliche Bücher zur Auswahl. Leider sind diese meistens recht alt. Nun bestand nur noch das Problem, wie ich das iPad auf der Farm nutzen kann, da ich es schlecht in die Hosentasche stecken kann. Daher nähte ich mir aus einem Tuch eine Tasche, die ich dann wiederum an meinem Arbeitshemd, innen am Rücken, befestigte. Die Öffnung wurde mit zwei Knöpfen komplettiert. Damit vergingen die Arbeitstage deutlich schneller :)

Am Freitag hörten Anis und ich, dass es ein Autokino, besser gesagt ein "Drive-In Cinema", in Ayr gibt. Da wir beide noch nie in einem solchen gewesen waren, beschlossen wir, dass am Samstag Abend auszuprobieren. Der Eintritt ist 9 $ pro Person und man bekommt dafür 2 Filme hintereinander angeboten. Obwohl das Kino schon mehr als 40 Jahre alt ist und die Filme immer noch analog gezeigt werden, war die Qualität überraschend gut. Bei unseren ersten Besuch wurden die Filme "Prometheus" und "Abe Lincoln Vampire Diaries" gezeigt. Beide waren nie gerade überzeugend, aber es hatte sich trotzdem gelohnt. Daher fuhren wir auch die beiden kommenden Wochenenden jeweils dahin. U.a. schauten wir da "Drive" und "Ted", wobei zweiterer super empfehlenswert ist :) Um nochmal ein kurzen Vergleich anzustellen: ein normaler Kinobesuch kostet in Australien zwischen 15 und 20 $ für einen Film.

 

Drive-In Cinema Drive-In Cinema 2 alte Boxen (nun wird eine Radiofrequenz genutzt)

In der 2. Woche fand wieder das "traditionelle" Pizza essen mit den Franzosen statt. Wir machten uns aus, da einige Leute Ayr verlassen würden, dass wir am kommenden Samstag Abend in Ayr ausgehen. Leider wurde uns am Samstag dann auf der Farm gesagt, dass wir auch am Sonntag zu arbeiten hätten. Trotzdem rafften wir uns auf und trafen uns in einem Hostel in Ayr, bevor es in den bekanntesten Nachtclub in Ayr, dem Queens, ging. Dort blieben Anis und ich bis gegen 2 und danach fielen wir Tod ins Bett. Aus diesem wurden wir am nächsten Morgen um 6 geweckt, da wir trotz Sonntag um 7 arbeiten mussten. Da wir aber beide nicht zu viel getrunken hatten und der Tagessoll bereits um 10.30 erreicht war, konnte der Sonntag trotzdem noch zum regenerier genutzt werden. Was vielleicht noch erwähnenswert ist. In dem Club waren ungefähr die Hälfte der Leute Asiaten. Keine Ahnung wo die herkamen, denn am Tag sieht man recht wenige von denen^^ Die andere Hälfte war die Dorfjugend :D und ein paar Backpacker. Also jedenfalls war es mal eine lustige Sache, eine Party in einem "Dorf" zu erleben, jedoch bevorzuge ich weiterhin richtige Clubs in richtigen Städten :)

Nach 2 Wochen verließen uns die Estländer, wodurch ein Päarchen ins Hostel kam und ihre Arbeit übernahmen. Dabei handelte es sich um Eric, einen Ami, und Christa, eine Holländerin. Diese beiden waren mir von Anfang an sympathisch und ich verstand mich mit ihnen sehr gut. Beide arbeiteten abwechselnd auf dem Feld und im Hostel. Die Woche passierte nix großes, sodass ich nur von unseren netten BBQ im Park von Ayr noch ein paar Worte verlieren möchte. Zum Abschied eines guten Freundes von Anis veranstalteten dieses. Auch Eric und Christa waren mit dabei. Gegessen wurde Känguru-Burger und Rinde mit Zwiebeln, Tomaten und Salat sowie verschiedenen allerlei.

Seit 3 Wochen ist ein weiterer Deutscher, Marvin, hier im Hostel, der ebenfalls auf dem Feld mitarbeitet und sehr nett ist. Da ich aber mein Englisch verbessern möchte, habe ich ihm am Anfang gesagt, dass ich nicht mit ihm deutsch reden werde. Wir halten uns immer noch daran :)

Ansonsten ist hier nicht viel passiert. Aber das konnte man ja erwarten ;)

 

Noch ein paar Sachen, die ich euch erzählen kann.

Zum einen habe ich Zuckerrohr probiert, d.h. eine Pflanze direkt auf dem Feld abgeschnitten und gegessen. Man schneidet dafür das äußere des Zuckerrohrs ab und kaut das Innere, um den süßen Saft zu genießen. Man kann es auch wie ein Lolli lutschen ^^ (man klingt das sexistisch :D) Der Geschmack ist nichts anderes als Zuckerwasser, jedoch kann man davon schnell abhängig werden, was ich am eigenen Leib mitbekommen habe :D

Weiterhin habe ich mein Van repariert, d.h. die innere Elektrik (Radio, Uhr, Konverter) funktionieren jetzt wieder. Diese war bei meinem Trip von Alice nach Cairns ja ausgefallen. Der Grund war schlussendlich eine Sicherung, die nicht beschrieben war und beim ersten Anschauen intakt aussah. Nach etlichen Stunden der Suche nach fehlerhaften Kabeln oder anderer elektrischer Geräte :D

Außerdem war ich letztens so verrückt und bin extra früh um 4 aufgestanden, um das Champions League Spiel Manchester City gegen Borussia Dortmund in Ayr bei der Bibo zu schauen. Was macht man nicht alles, um eine seiner Leidenschaften nachzugehen. Insgesamt hat es sich ja aber gelohnt, obwohl das Ergebnis am Ende nicht befriedigend war :/

In den letzten Tagen ist mir zudem noch deutlicher geworden, dass die Australier nicht Autofahren können. Teilweise denkt man, die haben ihren Führerschein im Lotto gewonnen. Die meisten haben wirklich Glück, dass meine Hupe nur ab und an funktioniert :D Und immerhin sage ich das, der in Dtl. nicht gerade viel gefahren ist und wenig Erfahrung hatte. Nach etwa 5000 km in Australien zähle ich mich jetzt aber zu den erfahrenen Autofahrern :)

Was vielleicht auch nicht jeder weiß: Die Australier haben keine 1 und 2 Cent-Stücken. Die Preise sind dennoch wie bei uns, sprich oft 1,99 usw, aber wenn man bar zahlt wird bei 6 und 7 auf 5 bzw. 1 und 2 auf 0 abgerundet und bei 8 und 9 auf 0 bzw. 3 und 4 auf 5 aufgerundet. Wenn man mit Karte bezahlt, macht das keinen Unterschied, weil der exakte Preis abgerechnet wird. Ich versuche daher, vor allem beim Tanken immer z.B. 20,02 zu erreichen ^^ Jedenfalls hat das einen großen Vorteil, da man so mit deutlich weniger Kleingeld durch die Gegend läuft!

Anis hat uns letzte Woche verlassen, um ihr Auto zu verkaufen und Cairns und Umgebung zu erkunden. Nachdem ich ihr von meinen Plänen erzählt hatte, entschied sie sich, meiner Wenigkeit für die Tour bis Sydney anzuschließen. Sie verlässt praktischerweise Australien am 12.11. von Sydney. Unserer Dritte Reisepartner wird ein weiterer Deutscher, Beni, werden. Diesen werden wir in Arlie Beach aufgabeln :) 

Ich freue mich jetzt erst einmal riesig, dass ich eine Weile nicht arbeiten muss und mir die australische Ostküste und später die Gegend um Melbourne anschauen kann. Am 5. November hole ich dann noch meine Mum und Micha vom Flughafen in Sydney ab, sodass ich ein Teil meiner Familie für kurze Zeit bei mir habe. Darauf freue ich mich schon sehr :)

Ein neuer Bericht wird sicher erst Ende November folgen, wenn ich dann in Tasmanien bin. Ich versuche, euch trotzdem auf dem laufenden zu halten :)

Ich hoffe, ihr habt einen kleinen Einblick in mein "Farmleben" bekommen und es hat euch wieder gefallen, etwas von mir zu hören.

Liebe Grüße an Alle

Kay

 

Impressionen:

Ayr Stadtzentrum Ayr´s größte Schlange ^^ Zuckerrohr und deren Transport Zuckermühle

Cairns und Umgebung, Weg nach Townsville und Magnetic Island

Samstag, 29.09.2012

So liebe Leute. Heute gibt es den nächsten Blog-Eintrag. Vll zunächst ein Nachtrag zu dem letzten. Zu essen gab es hauptsächlich Nudeln oder Reis. Zweimal auch Kartoffeln. Warum könnt ihr euch bestimmt selber vorstellen. Natürlich weil es das günstige und oft auch schnellste ist. Zu Nudeln wurde eine billige Sauce oder auch Thunfisch gegessen. Für Reis gilt das selbe. Zu Reis passt aber auch einfach 2 verschiedene Gemüsearten aus Dosen (Mais, Bohnen, ...). Ein Lagerfeuer machten wir eig jeden Abend, da es vor allem im Outback in der Nacht immer sehr kalt gewesen ist, d.h. in Alice gab es auch mal Temperaturen unter Null Grad. Ein weiterer Grund ist, dass es einfach gemütlich und entspannend ist. Ansonsten gab es von den Temperaturen nix zu meckern. Am Tag ist es ni unter 20 Grad gewesen :P 

 

Okay so viel dazu. Nun möchte ich euch von den letzten Wochen erzählen. Als wir in Cairns angekommen sind, gab es am selben Abend erst mal ein "ordentliches" Abendessen. Wir machten uns, um die Stadt nach einen preiswerten und schmackhaften Restaurant zu durchsuchen. Nach 1 h entschieden wir uns für einen Imbiss, der Kebab verkaufte. Jedoch ist es mehr wie ein Durüm. Man waren wir danach alle voll :) Daher machten wir noch einen längeren Spaziergang und erkundeten die Stadt, die auch am Abend noch sehr gut gefüllt ist, u.a. weil zu dieser Zeit die Cairns-Festivals, die etwa 1 Monat dauern, waren. Vor allem die Esplanade und der Strandbereich sind sehr schön gestaltet. Man kann verschiedene Sachen nutzen u.a. den freien swimming-Pool, da am gesamten Bereich in Cairns das Baden am Strand nicht erlaubt bzw. erwünscht ist, sowie verschiedene Freizeitveranstaltungen wie BBQ-Plätze, ein Schwimmbad für Kleinkinder, Fitnessgeräte, Beachvolleyball-Plätze, Skaterpark und und und. Also es wird den Einheimischen viel geboten. Da wir sehr spät in Cairns ankamen, bot ich beiden an, dass sie noch eine weitere Nacht im Van schlafen könnten. Am nächsten Morgen trennten sich dann unsere Wege, zu mindestens von der "Wohnungssituation" gesehen. Ich schaute am Tag nach Arbeit und ging auch zu 2 "Event" Firmen, die das selbe wie die Firma in Darwin machen. Sie sagten mir, dass sie sehr beschäftigt sind. Daher machte ich mir Hoffnung, dass es vll was wird mit der Arbeit, schließlich kenne ich das Business jetzt ;) Am Abend traf ich mich mit Franzi und Anthony und wir aßen zusammen Abendbrot in einem irischen Pub. Von ihrem Hostel hatten sie einen Gutschein bekommen, sodass ein Gericht + Bier 5$ statt 12$ kostet. Natürlich ergatterten wir auch einen Gutschein für mich :) Am Samstag waren wir im Botanic Garden und am Abend aus.

Botanic Garden in Cairns Botanic Garden in Cairns Botanic Garden in Cairns Botanic Garden in Cairns Botanic Garden in Carins Botanic Garden in Carins Botanic Garden in Carins Botanic Garden in Carins Botanic Garden in Carins Botanic Garden in Carins

 Wir genossen vorher die Live-Musik an der Esplanade mit australischen Wein aus dem Tetrapack. Dieser Wein heißt Guun und enthält 4 Liter "köstlichen" Saft. Es gibt ihn in verschiedenen Richtungen, d.h. Weis- und Rotwein usw. und laut dem Etikett, kann er Spuren von Fisch, Ei und Nüssen enthalten. Wer weiß was da noch alles drin ist :D besonders schmecken tut er nicht gerade, aber zum bissl heiter werden reicht er allemal ;) wie gesagt sind war dann ausgegangen, wobei der Club total voll war. Jedoch war es sehr belebend, nach über 4 Wochen mal wieder das Tanzbein zu schwingen :)   Die nächsten Tage schaute ich mir die Stadt an und suchte auch gleichzeitig nach einem Job, was sich als sehr schwierig erwies, da die Saison, vor allem im Tourismus,  bereits beendet war. Daher entschied ich mich, nachdem Franzi mir erzählt hatte, dass sie mit einem kanadischen Päarchen und einer weiteren Person nach Cape Tribulation fährt, mich mit meinem Van anzuschließen. Da es Anthony genau so erging wie mir und ich ihn gefragt hatte, ob er sich ebenfalls anschließen möchte, waren wir nun insgesamt zu 6 mit 2 Autos, die Richtung Cape Tribulation aufbrachen. Cape Tribulation verbindet den tropischen Regenwald direkt mit dem Meer bzw. wunderschönen Stränden. Zunächst ging es nach Kuranda zu den Barron Falls, der sich gleich in der Nähe von Cairns befindet. Die Fahrt dahin war sehr aufregend, da es einen Berg mit scharfe s-Kurven im Regen zu bewältigen ging. Nach zweimaligen leichtem ausbrechen meines Vans entschied ich mich, etwas vorsichtiger zu fahren ^^ Nachdem wir am Wasserfall  angekommen sind, konnten wir einen schönen Ausblick begutachten. Nun machten wir uns über die Absperrung auf einen alten Abstieg zum Fuße des Wasserfalls, der nur von einheimischen noch gekannt und genutzt wird. Den Tipp bekam das kanadische Päarchen, das Coachsurfing für ihre durch Australien nutzt. Ist wohl eine günstige Alternative zu Hostels, jedoch bin ich sehr froh über meinen Van. Der Abstieg war sehr schwierig und gefährlich, jedoch kamen wir vollzählig unten an. Belohnt wurden wir mit einem herrlichen Ausblick.

 Barron Falls Barron FallsBarron Falls Abstieg am Barron Falls Barron Falls 

Nachdem wir uns wieder hochgequält haben, ging es Richtung Mossman Falls. Dieser war aber insgesamt etwas enttäuschend. Nicht nur, dass man etwa 1 h hinlaufen musste oder 15$ für einen Bus bezahlen sollte um zum Eingang zu kommen, sondern für die gesamte Wanderung und der Wasserfall, wenn man das so nennen kann, hatte man sich etwas anderes erwartet.

Mossman Gorge mit Franzi Mossman Gorge

Da sich der erste langsam dem Ende näherte und das andere Auto nur 2 Tage gemietete wurde, fuhren wir nun direkt zu dem Örtchen Cape Tribulation. Vorher mussten wir noch einen Fluss mit Hilfe einer Fähre überqueren. Das kostete pro Auto 20$ für beide Wege. In der Dunkelheit war die Fahrt durch die Serpentinen anspruchsvoll und aufregend. Man wusste nie, was als nächstes kommt, da es vollkommen dunkel war und zudem starker Nebel herrschte.  Der Zeltplatz in Cape Tribulation war gebührenpflichtig, jedoch bezahlten nur die anderen im gemieteten Auto, da es keinen weiter interessierte und nur ein Schlüssel für den Eingang notwendig war. Somit sparte Anthony und ich 15$ :) Man muss wissen, wie man es macht. Übrigens war das oft auch der Fall auf unseren Roadtrip. Dort bezahlte aber keiner, sondern wir nutzten nur abends die Duschen oder verschwanden sehr früh...Backpackerstyle ;) nach dem Abendessen wurde noch der Strand besichtigt. Dabei konnte man überall kleine Krebse begutachten, die sich sofort verkrochen, wenn man mit der Taschenlampe auf sie leuchtet. Wir gingen nicht zu weit, da man ja nie weiß, ob sich ein kleines Krokodil in diese Gegend verirrt hat. Der gesamte nächste Tag wurde dann zum Erkunden der Gegend genutzt. Am morgen schauten wir uns den Sonnenaufgang an, da dieser direkt über dem Meer stattfindet. Gleichzeitig war Ebbe, sodass wir ein kleines Stück hinauslaufen konnten. Nach einem stärkenden Frühstück wanderten wir verschiedene weiße Strände entlang und einige Wege durch die Regenwälder, sodass wurden ganzen Tag auf den Beinen waren. In dieser Gegend testeten wir zudem das erste Mal Termiten, d.h. wir aßen das Ende dieser. Klingt im ersten Moment etwas ekelig, aber es ist eig nichts weiter dabei. Wir nahmen uns denen an, die ein grünes Ende haben. Man kann es entweder abbeißen oder wie ein Lolli lutschen. Der Geschmack ist dabei sehr zitronenähnlich. Nachdem wir uns einige "gegönnt" hatten, erfuhren wir, dass die Aborigines es für ihr Essen ebenfalls als eine Art Geschmacksträger nutzen. Also kann es nicht zu schlecht und ungesund sein ;) Ich für meine Teil habe damit also kein Problem :) Weiterhin fuhren wir zu einer Eiscremefabrik. Dort gab es selbst gemachtes Eis für alle und im Garten konnte man Dutzende Bäume und Pflanzen begutachten, die für die jeweiligen Eissorten genutzt werden. Einige der dort gepflanzten Früchte kannte ich nicht einmal :D jedenfalls war das Eis sehr lecker, jedoch war es extrem schnell alle. Leider ist das ja mit den meisten guten Sachen so...okay ich möchte jetzt mal nicht sentimental werden ;) Eine kleine Anekdote am Rande. Am Strand gab es öfters kleinere Zuflüsse von Bächen in das Meer. Da mich kurzerhand das Kindesalter wieder gepackt hat, fing ich an, einen Staudamm aus Schlamm zu bauen. Nachdem die anderen es gesehen haben, meinte einer nur kurz, dass ich es eh nicht vollkommen stauen könnte. Sag so etwas NIEMALS zu einem Ingenieur (auch wenn ich wenig mit Architektur bzw Wassertechnik zu tuen habe), denn ein Ingenieur kann ALLES lösen ;) also machte ich mich dran, einen guten Damm zu bauen. Dafür nutzte ich als Grundlage ein paar herumliegende Stöcke und fing von einer Seite an, die Stöcke mit trockenen Sand zu umhüllen. Als ich fast den gesamten Damm fertig hatte und das Wasser sich schon deutlich gestaut hatte, vollendete ich das Werk, jedoch baute ich an der Seite eine "Umgehungsstraße", damit der Damm nicht überflutet wird. Schlussendlich hatte ich mein Werk vollbracht. Nach einem langen Beifall der anderen, hatte ich meinem Ruf alle Ehre gemacht :D leider gibt es dafür keine Beweisfotos, aber ich brauche euch hier ja nicht anzulügen ;)

Cape Tribulation (Staudammprojekt)

Leider konnten wir zudem in der Gegend kein Cassoworry (im deutschen Kasuare) sehen. Diese flugunfähigen Vögel, die etwas wie Sträuße aussehen, kommen nur in Queensland und Neuguinea vor, wobei in Australien nur noch etwa 700 ihrer Art vorhanden sind. Auch das Wetter war nicht so schön, wie man es sich erhofft hatte, da den gesamten Tag über viele Wolken am Himmel waren. Trotzdem war es definitiv Wert, dort gewesen zu sein, da die Landschaft mit den weißen Stränden und den direkt anschließenden tropischen Regenwäldern eine faszinierende Erfahrung war. Am Abend ging es dann wieder Richtung Cairns, wo die Jobsuche weitergehen sollte.

 Zufluss zum Meer Teilabschnitt von Cape Tribulation Strand von Cape Tribulation Strand von Cape Tribulation 5 Strand von Cape Tribulation Strand von Cape Tribulation Strand von Cape Tribulation Strand von Cape Tribulation Strand von Cape TribulationStrand von Cape Tribulation (nur bei besseren Wetter) Hinweis vor der Gefahr von Quallen Hinweis vor der Gefahr von Krokodillen (man beachte das Deutsche) Cape Tribulation   Cape Tribulation (Relaxing)Cape Tribulation

Nach einigen Tagen und etlichen Bewerbungen für einen Job in der Nähe von Cairns, beschloss ich, da die Arbeitslage nicht allzu rosig aussah, Richtung Süden zu den größeren Bananenplantagen zu fahren und mein Glück da zu versuchen. Die letzten Tage verbrachte ich noch mit Franzi und Anthony, da Franzi weiter Richtung Süden reisen wollte, da sie bald nach Dtl. zurück musste. Da Anthony ebenfalls keinen Job gefunden hatte, schloss er sich ein weitere mal meiner Wenigkeit an. Unser erster Stopp war in Innisfail, etwa 100 km südlich von Cairns. Dort fragten wir in den Working Hostels herum, ob zurzeit Arbeit vorhanden ist. Sie gaben uns die Auskunft, dass die Saison dieses Jahr später startet aufgrund der ungünstigen Wetterbedingungen über die letzte Periode, sprich wir etwa noch 2 Wochen warten müssten (ausgerechnet wenn ich in Australien bin sind die Bedingungen schlecht -.-). Ihr müsst wissen, dass die Farmarbeit im Osten Australiens sehr oft mit einem Hostel verbunden ist, d.h. man muss in einen dieser Working Hostels wohnen, um einen Arbeitsplatz zu bekommen. Sie haben meistens Abkommen mit den Farmern, die dann je nach Bedarf an die Hostels herankommen. Somit ist es auch nicht wirklich sicher, einen Job zu bekommen, da oft mehr Leute in den Hostels wohnen als für die Farmarbeit gebraucht werden. In Tully, einer weiteren "Bananenhochburg", wurde uns das selbe gesagt. Daher beschlossen wir nun, zunächst zum "Mission Beach" zu fahren, der etwa 20 km entfernt war, und uns diesen anzuschauen. Bei dem Mission Beach handelt es sich um mehrere Weiler, die sich mitten in einem Weltnaturerbe-Regenwald befinden. Dort findet man endlose, menschenleere Strände und verschiedene Wanderwege. Außerdem sind in diesem Gebiet eine große Anzahl der verbliebenen Kasuaren beheimatet. Da wir am späten Nachmittag dort ankamen, entschieden wir uns, nur eine kleinere Wanderung in Angriff zu nehmen und ein kurzes Erfrischungsbad im Meer zu vollziehen. Die Wanderung selber war nicht allzu spektakulär, jedoch ereignete sich etwa phantastisches. Den Weg kann man sich als kleinen, etwa halben Meter breiten schlängelweg vorstellen. Nach etwa der Hälfte hörten wir Geräusche, die von der nächsten Biegung herrührten. Wir dachten an andere Wanderer, wurden jedoch total überrascht, da uns ein Kasuare in der entgegengesetzten Richtung entgegen kam. Er war etwa 5 m entfernt von uns und etwas mehr als einen Meter groß. Das "Handbuch", welches den Umgang mit Kasuaren erklärt, sagt in diesen Fall ganz langsam rückwärts gehen und einen geeigneten Nische oder so was in der Art suchen, da die Tiere aggressiv reagieren und einen mit ihren Krallen angreifen und verletzen können. Dies Taten wir dann auch und suchten uns eine kleinere Anhöhe. Der Kasuare ging dadurch unbehelligt an uns vorbei und verschwand in einen anderen Weg. Das war ein super Erlebnis und immerhin wird gesagt, dass es total glücklich und selten ist, ein Tier zu sehen.

 Kasuar KasuarHinweis vor Kasuaren

Wir beendeten unsere Wanderung und ließen den Tag am Strand ausklingen. Nach einer kurzen Nacht schauten wir uns auch hier den Sonnenaufgang an und nutzten den Tag, um die restlichen Wanderwege zu meistern. Da das Glück uns wohl holde ist, sahen wir auch an diesen Tag noch einen kleineren Kasuar vom Auto aus am Straßenrand.

Mission Beach Mission Beach Mission Beach Walleby Sonnenaufgang in Mission Beach Sonnenaufgang in Mission Beach

Sonnenaufgang in Mission Beach Sonnenaufgang in Mission Beach Sonnenaufgang in Mission Beach

Nachdem wir die Gegend erkundet hatten, führte uns unsere Fahrt weiter Richtung Süden nach Townsville, da keiner von uns 2 Wochen im nirgendwo auf mögliche Jobs warten wollte. Unsere Reise führte uns aber zunächst nach Ingham, dass man unfreiwillige auf dem Highway durchqueren muss. Etwa 50 km im Westen von Ingham befindet sich die Wallaman Falls, der mit 305 m den höchsten Einzelwasserfall Australiens darstellt. Natürlich konnten wir uns das nicht entgehen lassen und nahmen Kurs auf diesen. Es war ein phantastischer Anblick, wie man hoffentlich auf den Bildern erkennen kann.

Wallaman Falls Wallaman Falls Wallaman Falls Wallaman Falls

Auf dem Rückweg wurde der Benzin bedrohlich gering, weil ich mich mit der Menge etwas vertan hatte :D Aber der gute alte Louis lässt mich halt nicht im Stich und meisterte die Strecke mit Bravour. Nun ging es aber ohne Umwege nach Townsville. Dort angekommen, suchte wir zusammen für Anthony ein Hostel. Am Abend schauten wir uns dann noch zusammen das Stadtzentrum und den Hafen mit einem schmackhaften Sandwich von Subway an. Mein Plan war nun eigentlich, nach einem Tag, sprich am Dienstag, den 28.08. weiter Richtung Ayr (80 km sudlich von Townsville) zu fahren, da sich dort ein Jobmöglichkeit ergab. Diese zerwarf sich jedoch am nächsten Tag, da die Bedingungen sehr komisch waren und ich nicht gewillt war, ein Hostel zu bezahlen, wenn ich keine Garantie für einen sicheren Job habe. Ich suchte nach einer weiteren Möglichkeit und wurde auch recht schnell fündig . Diese war in Home Hill, direkt neben Ayr, jedoch brauchten sie erst für Freitag meine Dienste. Daher entschied ich mich, noch in Townsville zu bleiben und die Stadt zu besichtigen. Am nächsten Tag machte ich mich auf, einen "Berg" bzw eine Anhöhe direkt im Stadtzentrum zu besteigen. Der Aufstieg erwies sich als recht Schweißtreibend, jedoch hatte man von dort einen herrlichen Blick über die Stadt und die umliegende Gegend.

Townsville (Berg) Townsville Townsville Ausblick auf Magnetic Island Townsville Ausblick vom Berg

Danach wanderte ich noch ein wenig in der Stadt entlang, u.a. auch am Strand entlang. Der gesamte Bereich ist dabei sehr schön gestaltet worden. Das lustige an der gesamten Sache ist jedoch, dass die Promenade bzw. Straße dort "The Strand" heißt, obwohl Strand natürlich überhaupt kein englisches Wort ist. Da muss wohl ein Deutscher bzw. Holländer oder wer auch immer seine Hände im Spiel gehabt haben. Am Mittwoch entschloss ich mich zudem, am nächsten Tag mit der Fähre auf die Insel "Magnetic Island" überzusetzen. Diese befindet sich direkt vor den Toren von Townsville und ist die Touristenattraktion schlechthin für alle, die in Townsville sind. Neben Erholungs- und Wandergebiet bietet die Insel auch für etliche Veranstaltungen wie Hochzeiten eine phantastische Atmosphäre. Ich machte mich ohne mein Van auf die Reise, da eine solche Überfahrt etwa 170 $ gekostet hätte. Ich nahm die Fähre um 7, sodass ich genügend Zeit zum erkunden der Insel hatte. Dort angekommen nutzte ich zunächst den Bus, der dort das Hauptverkehrsmittel für Touris ist, und begab mich an das südlichste Ende. Die nachfolgenden Wege überwand ich alle mit meinen eigenen Füßen. Ich durchwanderte schöne Wälder mit vielen Tieren und entlang einsamer Stände und Buchten mit weißen Sand. Alles in allen lief ich etwa 30 km bis ich gegen 18 Uhr die Fähre zurück Richtung Townsville nahm. Von diesen 11 h verbrachte ich nur 1 h am Strand, wo einfach nur relaxen und Sonne genießen angesagt war. Die Hauptattraktion war jedoch eine Koalamutter mit ihrem Jungen, welches ich auf der Wanderung in etwa 2 Meter Entfernung von mir auf einem Baum betrachten konnte. Ich weiß, dass ich noch mehr Koalas sehen werde, aber trotzdessen war es eine aufregende Begegnung mit meinem ersten Koala.

Magnetic Island Magnetic Island Magnetic Island Magnetic Island Magnetic Island Solarprojekt auf Magnetic Island Magnetic Island (komische Pflanze) Magnetic Island Magnetic Island Magnetic Island Magnetic Island Magnetic Island Magnetic Island 

Zurück in Townsville bekam ich die Nachricht von Anthony, dass Franzi einen Tag in der Stadt ist, sodass wir uns zum Abendessen verabredeten. Total geschafft vom Tag war es aber nur ein kurzer Abend und ich verabschiedet mich von beiden, da ich am nächsten Morgen früh in Richtung Home Hill aufbrechen wollte, was ich dann auch tat. Am morgen las ich dann noch eine weitere Annonce für einen Job ebenfalls in Home Hill. Da dies etwas besser klang, da eine 40 bzw sogar 48 h Woche auf einer Auberginenfarm angezeigt wurde, beschloss ich kurzerhand, zunächst dort nachzufragen. Hier wurde mir gesagt, dass am Sonntag 2 Leute gehen und ich ab Montag anfangen könnte, aber zunächst noch bis Sonntag im Van schlafen müsste. Ich hatte damit kein Problem, da er in Home Hill ein sogenannten Comfort-Stopp gibt. Auf diesem ist es möglich, 48 h kostenlos zu stehen und die Annehmlichkeiten einer  warmen Dusche und BBQs zurückzugreifen. Ich schaute mir die nächsten Tage die Gegend an und am Sonntag zog ich dann in das Hostel ein, wo am Montag, den 03.08., der erste Arbeitstag auf mich wartete. Das Hostel kostet mich selber pro Woche 170 $, jedoch kann ich mit dem Lohn das locker bezahlen und gutes Geld verdienen. So damit möchte ich diesen Eintrag beenden und im nächsten Blog werde ich euch mehr vom Hostel, der Arbeit und dem Leben hier erzählen. Ich hoffe, ihr habt mal wieder einen Einblick von meinen Erlebnissen bekommen und es hat euch gefallen :) 

 

Hier noch mein plan für die nächsten Wochen und Monate. Ich werde jetzt bis Mitte Oktober in Home Hill arbeiten und dann Richtung Sydney über Brisbane fahren und mir die Attraktionen auf dem Weg anschauen, sodass ich am 05.11. in Sydney meine Mum und meinen Stiefvater vom Flughafen abholen kann. Mit denen Reise ich dann nach Adelaide über das "Outback" und anschließend weiter nach Melbourne. Dort trennen sich unsere Wege wieder, da sie wieder zurück nach Sydney müssen. Mein Van und ich werden dann die Fähre nach Tasmanien nehmen, wo ich hoffentlich einen Job für den Zeitraum Dezember bis Januar finde. Danach geht es im Februar wieder nach Sydney. Dort versuche ich, wenn Louis alles gut überstanden hat, ihn schweren Herzens zu veräußern. Je nachdem, wie viel Geld ich dann noch übrig habe (bzw. meinen Elis Schulde ;)  ), möchte ich mir dann Neuseeland anschauen und später nach Asien reisen, wo ich aber noch keine konkrete Pläne habe. Schlussendlich wird mich die geliebte Heimat wohl im April/Mai wieder haben. Klingt nach einem Plan :)

Viele liebe Grüße

Euer Kay aka Kayser ;)

Roadtrip von Darwin ueber Alice Springs nach Cairns

Sonntag, 26.08.2012

Lagerfeuer  

 Halli hallo

So jetzt komm ich mal wieder dazu, etwas mehr über meine
letzte zeit in Australien zu berichten. Wir starten am 31.7. aus Darwin. Mit wir
meine ich Luisa, eine deutsche, und Anthony, einen Franzosen. Unsere Fahrt ging
direkt Richtung Kakadu NP. Nach etwa 2h Autofahrt erreichten wir ihn. Der
Eintritt beträgt 25$ pro Person, jedoch kann man damit auch 14 Tage im Park
reisen. Nach einer anstrengenden Fahrt machten wir einen stop an einem kleinen
Rastplatz. Danach gab es den ersten Marsch in mamukala. Von einem Aussichtspunkt
konnte man die Wasserlandschaft mit der Tier- und Pflanzenwelt super
überblicken. Weiter ging es Richtung Ubirr. Dort konnte man eine Menge
Felsmalerei von Aborigines begutachten und es gab einen weg auf einen Berg, von
dem man eine beeindruckende Aussicht genießen konnte. Nebenbei erwähnt ist die
Malerei geschätzt 15000-20000 Jahre alt. Also wirklich sehr alt, wenn man
betrachtet, dass die Pyramiden vor 4000-4500 Jahren gebaut wurden.

FelsmalereienFelsmalereien Kakadu NP

 Da es bereits spät geworden war, suchten wir uns ein Campingplatz. Blöderweise war der nächste kostenlose 100 km entfernt, sodass wir den nächsten Gebührenpflichtigen nahmen,
der jedoch 10$ pro Person war. Jedoch war der Vorteil, dass wir warme Duschen
hatten und Lagerfeuer machen konnten. Am nächsten morgen starteten wir mit einer
kleinen Wanderung in der Nähe des East Alligator River. Weiter ging es nach
nourlangie, wo man ebenfalls eine Menge Felsmalerei begutachten konnte. Außerdem
wurden dort sogenannte "Talks" angeboten, d.h. die Ranger sprachen über
verschiedene Themen an verschiedenen Plätzen. Wir hörten uns u.a. die Ausgrabung
und Erforschung von einigen Schutzhöllen der Aborigines sowie deren
Familienzusammensetzung an. Nachdem es langsam Richtung Sonnenuntergang ging,
machten wir uns auf zu einer Aussichtsplattform auf einem Berg. Von dort konnte
man super das Spektakel verfolgen. Wir hatten auch noch Glück und konnten
gleichzeitig das aufgehen des Vollmondes betrachten. Unseren Campingplatz für
die Nacht fanden wir am Jim Jim billabong. Dafür mussten wir jedoch zuvor eine 5
km lange Dirt-Road im dunkeln meistern. Da wir nicht gewillt waren, die 5 $ pro
Person für den Platz zu bezahlen, verschwanden wir am nächsten morgen gegen
7.30. An manchen Campingplätzen muss man am Eingang bezahlen, bei anderen nur
ein Zettel ausfüllen und das Geld in eine Box werfen. Wenn man aber sehr spät
kommt, d.h. nach Sonnenuntergang und sehr früh wieder fährt, sprich gegen 7.30,
da kann man fast überall auf den Campingplätzen kostenlos schlafen. Die Ranger,
die die Bezahlung kontrollieren, kommen nämlich erst zwischen 8.00 und 8.30
:)
Unserer nächste Stop war in yellow water. Ungluckigerweise war das Wasser
noch zu hoch, um den 3 km langen Marsch durchzuführen. Daher konnten wir nur die
etwa 500 m auf dem Steg zurücklegen. Dabei sahen wir Schwarze Schweine,
verschiedene Enten und weitere Vögel. Blöderweise waren da auch Tausende
Moskitos, die einen unermüdlich verfolgten. Daher war der weg zurück deutlich
schneller ;) Da wir etwas in Zeitdruck geritten, beschlossen wir, direkt nach
gunlom zu fahren, da es dort noch einen schönen Wasserfall und eine
Bademöglichkeit geben sollte. Ihr müsst nämlich wissen, dass es kaum Bereiche
zum Schwimmen im Kakadu NP gibt aufgrund der Salzwasserkrokodile. Also machten
wir uns auf, die knapp 40 km Dirt-Road hinter uns zu bringen, da im Reiseführer
des NP angegeben war, dass es auch für 2WD möglich ist. Die ersten 10 km waren
ok, jedoch wurde es immer schlimmer,sodass mein van ganz schön zu kämpfen hatte.
Das Problem sind nicht unbedingt der Dreck und die Querrillen, sondern vielmehr
die hohen steine und Absätze, da ein aufsetzen am falschen Punkt fatale folgen
nach sich ziehen würde. Jedoch war es definitiv Wert, diesen weg zu fahren. Denn
wir konnten ein weiteren Wasserfall begutachten. Ein Wanderweg führte zum Anfang
des Wasserfalls, wo man in einige Wasserlöcher baden und schwimmen konnte.
Außerdem war es möglich, direkt am Abhang des Wasserfalles zu stehen. Wir
verbrachten dort einige Stunden und relaxten.

Wasserfall mit Wasserloechern im Kakadu NP Wasserfall mit Wasserloch im Kakadu NP Wasserfall mit Wasserloch im Kakadu NP   Wasserfall mit Wasserloch im Kakadu NPWasserfall mit Wasserloch im Kakadu NPWasserfall mit Wasserloch im Kakadu NP

Kakadu NP Kakadu NP Kakadu NP Kakadu NP Kakadu NP Kakadu NP Kakadu NP Kakadu NP  Kakadu NP  Kakdu NP Sonnenuntergang im Kakadu NPKakadu NP Kakadu NP Kakadu NP Kakadu NP Kakadu NP Kakadu NP

Danach ging es Richtung Katherine.
In der Umgebung galt es, den Edith Gorge und Katherine Gorge zu erkunden. Der
katherine Gorge gehört zu einer Hauptattraktion in dieser Umgebung. Aufgrund
unserer zeitplanung entschieden wir uns aber, nur eine kurze Wanderung zu einer
Aussichtsplattform zu unternehmen. Idealerweise wäre eine 4h Kanutour durch die
Gorges (Schluchten) gewesen. Im Nachhinein ärger ich mich ein wenig, dass wir es
nicht gemacht haben.  Des weiteren versuchten wir in Katherine eine Werkstatt zu
finden, die mir die Schraube am Ausgleichsgetriebe öffnet. Jedoch war es
Freitags und keiner hatte daher zeit dafür.

Katherine Gorge

Daher ging unser Trip weiter
Richtung Süden in das Örtchen Mataranka.Dort machten wir uns auf, den "Bitter
Springs" zu finden. Dabei handelt sich es um ein Thermalbecken bzw. besser
gesagt ein Thermalbach, wo das Wasser ganzjährig bei 33 grad liegt. Das war
wirklich eine Wohltat für den Körper und die Seele. Man konnte etwa 500 m
bachabwärts schwimmen. In die entgegengesetzte Richtung merkte man die Strömung
schon deutlich. Als man aus dem Wasser kam, hat man draußen richtig gefroren.
daher war man schneller als gedacht wieder im heißen Wasser :)

Bitter Springs Thermalquelle

Nach diesem Super
Erlebnis war hauptsächlich fahren angesagt, denn auf dem Weg nach Alice Springs
(Alice) gab es nicht viel zu sehen. Den einzigen längeren Stopp war bei den
Devils Marbles. Ich denke, dass jeder schon einmal ein Bild oder Foto dieser
Felsen bzw. "Murmeln" zu Gesicht bekommen hat.diese befinden sich mitten im
nirgendwo und es gibt auch keine weiteren Erhebungen in diesem Gebiet.

Devils Marvels Devils Marvels

Am 5.8.
sind wir dann schlussendlich in Alice angekommen und hatten somit die erste
Etappe unserer Reise geschafft.

Auch dort wurde der Proviant
aufgefrischt. Außerdem holten wir dort noch die 4. Person, die uns ein Stück
begleitete und es sich die ganze Zeit im Bett gemütlich machen musste, ab. Was
man nicht alles macht, um Geld zu sparen. Des weiteren ist es mit mehr Leuten um
so lustiger. Es handelte sich dabei um Sevrine, eine 21 jährige Französin. Nun
waren wir also 2 Deutsche und 2 Franzosen. Jedoch blieb unsere Sprache weiterhin
hauptsächlich Englisch. Weiterhin fand ich heraus, dass ich in Alice meine
RAA-Mitgliedschaft nutzen kann, um kostenlos einen Mechaniker zur Verfügung
gestellt zu bekommen. Das Tat ich dann auch, um meine Schraube am
Ausgleichsgetriebe öffnen zu lassen. Der Anruf war zunächst nicht so einfach, da
meine Mitgliedschaft anhand meiner Mitgliedsnummer, die ich parat hatte, und
meiner Adresse, die ich nicht musste, da ich eine zufällige in NSW genutzt
hatte, ratifiziert/geprüft wurde. Nach einigen hin und her wurde meine Anfrage
vom RAA an einen Mechaniker weitergeleitet, der innerhalb von 30 min vor Ort
war. Jedoch hatte er zunächst nicht das richtige Equipment mit, sodass es
nochmal zur Werkstatt musste. Er kam mit einem Abschlepptruck wieder, wo wir den
Sinn zunächst nicht verstanden. Dazu aber später mehr. Mit Hilfe des Trucks
hievte er meinen Van an und öffnete mit Mühe die Schraube. Ich füllte das
Getriebeöl nach,was sich als mehr als schwierig erwies und mich einiges an Öl
über meinen Körper kostete. Nach getanener Arbeit bedankte ich mich und er
verlies uns.

Oelnachfuellung in Alice

Wir füllten noch Benzin nach und frischten unseren Biervorrat bei
"Drunken Camel" (Drive Through für Alkohol :D) auf. Die Fahrt führte uns nun
Richtung Süden. Da es spät wurde und wir uns nach einer Dusche sehnten, machten
wir halt in Erldunda. Dieses Dorf besteht eig nur aus einen großen Caravan-Platz
und einigen Einrichtungen wie einer Tankstelle, Restaurant und Hotel. Als wir
dort ankamen, stand neben uns ein anderen Van und davor ein Abschlepptruck. Erst
im 2. Blick erkannte ich, dass es der selbe Truck und der selbe Mechaniker war,
der uns in Alice half. Manchmal ist es schon verwunderlich, was es für Zufälle
gibt. Der andere Van hatte ein mechanisches Problem. Es war ein Mazda, Baujahr
2008, mit 280000 km. Wenn man sich überlegt, dass meiner 100000 km mehr hat und
20 Jahre älter ist, dann ist das schon merkwürdig :) Nach einer heißen,
kostenlosen Dusche, nach 3 Tagen ohne, verließen wir den Campingplatz und fuhren
nur 100 m, um dort einen gemütliche Stelle für die Nachtruhe zu finden. Am
nächsten Tag ging es frisch und munter zum Kings Canyon, der nicht, wie die
meisten Canyons, durch Wasser, sondern hauptsächlich durch Wind und seismische
Bewegungen entstanden ist. Wir entschieden uns für die Tour bzw. Wanderung um
den Canyon herum. Dieser war mit etwa 5h angesetzt. Nach einem anstrengenden
Aufstieg konnten wir einen tollen Ausblick über die Schlucht genießen. Auf der
Hälfte es Weges sind wir zum sogenannten "Garden of Eden" abgebogen, der eine
reiche Vegetation umfasste. Auch ein Wasserloch zum schwimmen gibt es, jedoch
war aufgrund der Jahreszeit dieses nicht mehr groß gefüllt, sodass das Baden
ausfallen musste, was ziemlich ärgerlich war. Jedoch hat es sich definitiv
gelohnt, den Kings Canyon anzuschauen.

Kings Canyon Kings Canyon Kings Canyon Garden of Eden im Kings Canyon Kings Canyon Kings Canyon Kings Canyon Kings Canyon Kings Canyon Kings Canyon - Aufstieg

Auf dem Weg zum Rastplatz konnten wir
dann auch ein wildes Kamel sehen, wie es direkt vor unseren Van gemütlich die
Straße überquerte. Nachdem wir im "Busch" übernachtet bzw. wild gecampt haben,
weil wir ewig nach dem einen Rastplatz gesucht haben, nutzten wir einen der
zusätzlichen Benzintanks, um Geld zu sparen, da der Benzin in dieser Gegend bei
etwa 2,20 bis 2,30 $ pro Liter lag.

Benzinpreis Uluru

Natürlich musste auch etwas passieren. Ich vergaß, den Tankdeckel wieder einzusetzen, der sich noch auf dem Dach befand,
jedoch merkte ich es erst 100 km entfernt. Außerdem fuhren wir an diesen Morgen
etwa 2 km weiter, um dann festzustellen, dass sich die nächsten Raststätte in 5
km befindet. Wer sucht,der findet  -.- nun ging es schnurstracks zum Uluru
(Ayers Rock). Der riesige, rote Fels ist schon beeindruckend. Wenn man beachtet,
dass es wirklich nur um EINEN Fels handelt, der mitten im Nirgendwo steht. Wir entschieden uns zunaechst, um den Uluru drumherum zu laufen. Dieser Weg dauerte alles im allem gute 4h. Nun wollten wir den Uluru natuerlich auch noch besteigen, jedoch war er wegen des starken Windes gesperrt. Ich dachte nur verdammt -.- Nachdem wir uns das kulturelle Mueseum, wo die Aboriginals (Abos) aus der Gegend u.a. ihre Beziehung zum Fels beschreiben, angeschaut haben und es als “Unheilsbringer” fuer die Abos gilt, ihn zu besteigen, entschieden sich die beiden Maedels, es nicht nochmal am naechsten Tag zu versuchen. Wir liessen den Tag ausklingen, indem wir uns den Sonnenuntergang in der Naehe des Ulurus angeschaut haben. Das Farbenspiel hat schon etwas magisches :) (ich moechte euch nicht neidisch machen :p)

 Uluru Tagsueber  Uluru waehrend Sonnenuntergang Uluru bei Sonnenuntergang Uluru waehrend Sonnenuntergang  Uluru

Am naechsten Tag wurde der Sonnenaufgang betrachtet.

Uluru waehrend Sonnenaufgangs Uluru waehrend Sonnenaufgangs Uluru waehrend Sonnenaufgangs Uluru waehrend Sonnenaufgangs Uluru waehrend Sonnenaufgangserst mal Fruehstuecken am Uluru :)

Danach nahmen Anthony und ich den Aufstieg in Angriff. Und ihr koennt mir glauben, es war kein Zuckerschlecken auf die 865 m, wie die Fotos sicherlich eindrucksvoll zeigen werden.

Aufstieg des Ulurus Aufstieg des UlurusAufstieg des Ulurus

Hin und zurueck brauchten wir ganze 1,5 h, jedoch hat es sich definitiv gelohnt, die Muehe auf sich zu nehmen. Auf dem Weg fand ich noch 15 Cents, also keine Ahnung, ob es wirklich Pech mit sich bringt, den Uluru zu erklimmen. Bis jetzt hatte ich noch kein grosses Unglueck ;)

Blick vom Uluru Kata Tjuta vom Uluruauf dem Uluru Blick vom Uluru

Nachmittags schauten wir uns noch den Kata Tjuta, was so viel wie viele Koepfe bedeutet, an. Auch hier konnte man den Wechsel zwischen den verschiedenen Landschaften sehr schoen erkunden. Die Magie eines Ulurus fehlte jedoch ein wenig.

Kata Tjuta Kata Tjuta Kata Tjuta Kata Tjuta ohne Worte...im Hintergrund Kata Tjuta

Zum spaeten Nachmittag ging es dann wieder Richtung Alice, da wir Luisa zum Flughafen bringen musste, da sie am 9.8. einen Flug nach Sydney hatte. Daher endete unsere Reise zunaechst auch in Alice Springs und wir trennten uns von den beiden Maedels. Um den Tag nicht vollkommen ungenutzt zu lassen, fuhren Anthony und ich zu den East MacDonald Ranges, besser gesagt nach Arltunga, einer alten Goldminer-Stadt, die bis 1913 bewohnt wurde und nun eine Geisterstadt darstellt. Wieder einmal war dafuer 50 km Dirt-Road angesagt. Die herrlichen Landschaften haben das aber vergessen gemacht. Ausserdem waren wir die einzigen, die an diesem Nachmittag die Gegend erkundeten.

Artlunga

Am Abend bemerkte ich dann, dass ich wohl auf der Strecke eine Radkappe verloren habe. Es konnte aber deutlich schlimmer ausfallen! Am naechsten Morgen, den 10., holten wir unseren dritten Passagier fuer den Trip von Alice nach Cairns ab. Ihr Name ist Franziska. Sie ist ebenfalls Deutsch und 20 Jahre alt. Sie ist bereits seit ueber 10 Monaten in Australien. Wir entschieden uns dann gemeinsam, dass wir noch zu den West MacDonald Ranges fahren. Erster Stopp war der Flynns Grave, von dem man nach einem anstrengenden Aufstieg Alice und die Umgebung von oben betrachten konnte, was sich aber auch hier definitiv gelohnt hat.

Flynns Grave Flynns Grave Flynns Grave

Der zweite Anlaufpunkt war der majestaetische Ormiston Gorge. Da der Fluss nicht mehr so viel Wasser fuehrte, konnten wir im Gorge selber herumlaufen. Die Natur war hier beeindruckend. Auch die Tierwelt war sehr ausgepraegt.

Ormiston Gorge Ormiston Gorge Ormiston Gorge Ormiston Gorge Ormiston Gorge

Nach einem schoenen Tag ging es gegen Abend aber endlich in Richtung Cairns. Dafuer mussten wir zunaechst zurueck nach Tennant Creek und machten zwischendurch einen weiteren Stopp bei den Devils Marbles. Nach einer laengeren Fahrt erreichten wir schlussendlich am 12. die Grenze zwischen dem Northern Territory und Queensland. Die erste groessere Stadt ist Mt. Isa. Wie der Name schon verraet, handelt es such um eine Stadt umgeben von Bergen. Ausserdem ist es bekannt fuer seine vielen Minen. Am Abend war eine kleine Runde schwimmen im Lake Moondarra, der sich 20 km von Mt. Isa befindet, angesagt. Dort begutachteten wir auch den Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang am Lake Moondarra Sonnenuntergang am Lake Moondarra Lake Moondarra

Den Sonnenaufgang schauten wir uns direkt im Stadtzentrum, wo sich ein grosser Huegel befindet, an.

Mt. Isa

Die Fahrt fuehrte uns dann Richtung Norden, zu dem beschaulichen Oertchen Normanton. Dort befindet sich ein Modell des groessten, jemals in Australien, und wohl auch auf der Welt, geschossenen Krokodills. Es ist ueber 8,5 m lang und wurde in den 50ern von einer Frau “erlegt”.

  laengstes Krokodill der Welt das Krokodill hat mich fest im

Etwas weiter noerdlich erreichten wir dann wieder das Meer. Leider war dort wieder mal schwimmen verboten, da sich im Gebiet Krokodille und Wuerfelquallen befinden. Die Wuerfelquallen sind die toedlichsten ihrer Art. Schon der Kontakt mit einer fingergrossen Qualle kann zum Tod fuehren. Wir versuchten uns am Angeln, hatten jedoch das Pech, dass gerade Ebbe herrschte.

Angelexperte :D Angeln

Am Abend lief uns dann noch “Echidna”, bzw. deutsch Ameisenigel, ueber den Weg. Witziger, kleiner Weggefaehrte. Bei unserer Reise sind uns eigentlich jegliche Arten von Tieren ueber den Weg bzw. die Strasse gelaufen. Von Kuehen, Schafen und Ziegen ueber Kaenguruhs und Wallaby bis zu Kameln.

Emu Cockatoo KameleTierwelt am Uluru Vogel im Kings Canyon Wildschwein im Kakadu NP Cockatoo Echse Kakadu NP Storch ?! Schildi ;)Buschtruthahn ein anderer Storch ? Gullahs

Besonders waehrend der Daemmerung und in der Nacht sollte man nicht fahren, da die meisten Tiere da recht aktiv sind ^^ Unser Trip fuehrte uns dann weiter Richtung Osten zu den Atherton Tablelands. Dort gab es wieder ein paar wunderschoene Wasserfaelle, u.a. Millaa Millaa und Malanda Falls, zu sehen.

Malanda Falls Millaa Millaa Falls

Ausserdem veraenderte sich dort die Landschaft deutlich. Die Waelder waren deutlich gruener, dichter und hoeher. Was noch erwaehnenswert ist, ist, dass ich dort den ersten Regen bzw. das erste Nieseln in Australien hatte, d.h. nach 2,5 Monaten ausschliesslich Sonne :D Neben den Wasserfaellen konnte man noch zwei sehr schoene Seen erkunden. An einem sassen ueber 100 Enten auf geringsten Raum.

Lake Eacham Lake Tinaroo

Gleich "nebenan" befindet sich ein tiefes Wasserloch. Dort kann man nicht schwimmen, und es ueber 200 m tief :O

Wasserloch

Weiterhin sahen wir zwei sehr beeindruckende Baeume bzw. besser gesagt Figs. Diese bestehen meistens aus mehreren Baeumen, jedoch durch verschiedene Umstaende haben sie sich zu “einem entwickelt”.

Curtain Fig Curtain Fig

Nach einer einstuendigen Fahrt im Dunkeln und ueber 20 km Schlaengelweg ueber einen Berg sind wir am 16.8. schlussendlich in Cairns angekommen, d.h. nach 17 Tagen Roadtrip mit ueber 7000 km und kosten von etwa 600 $, was recht guenstig ist, wenn man sich die Strecke und das Gesehene vor Augen fuehrt. Es war wirklich eine unvergessliche Reise, die so manche Ueberraschungen mit sich gebracht hat. Ich habe viele wunderschoene Landschaften, Tiere und Pflanzen gesehen und vier nette Leute kennengelernt, mit denen es Spass gemacht hat, zu reisen. Vor allem auch die Naechte waren phantastisch: Wenn man mehrere 100 km wirklich nix in der Umgebung hat, ist der Himmel voll mit Sternen. Ich habe auch eine Menge Sternschnuppen gesehen, die hier in Australien zwischen den 12. und 14. vermehrt aufgetreten sind.
Die letzte Woche war ich nun in Cairns, wo ich die Umgebung erkundet und mich nach einen Job umgeschaut habe. Zurzeit gibt es zwei Interessenten, dazu werde ich euch aber im naechsten Eintrag erzaehlen. Auch das gesehene wird dann wieder eine Rolle spielen.

Also zusammengetragend geht es mir sehr gut und ich geniesse die zeit natuerlich. Ich hoffe, ich konnte euch wieder ein wenig ein einblick in mein jetziges leben geben. Ich wuensch euch allen ein schoenen restsommer. hier geht er ja erst ungefaehr im oktober los :P

Zum Abschluss ein Bild eines "kleinen" Schwertransportes. Es handelte sich um einen Truck, der einen groesseren Truck belanden hatte ^^  Trucktransport deluxe

Darwin Teil 2

Dienstag, 24.07.2012

Halli hallo :)

Papagei

Nun folgt ein ausführlicher Beitrag über die letzten Wochen in Darwin. Es gab einige Veränderungen in meinem "australischen" Leben. U.a. bin ich nun stolzer Besitzer eines eigenen Vans, habe meine Arbeit beendet und war mal etwas außerhalb von Darwin. Aber alles der Reihe nach.  Ende Juni war ich mit einigen Leuten von Arbeit im sogenannten "Deckchair Cinema". Es handelt sich dabei um ein Freilichtkino,wobei die Leinwand die selbe Größe wie in einem richtigen Kino hat. Die ersten 15 Reihen hatten Liegestühle, daher auch der Name Deckchairs, dahinter gab es "nur" Plastikstücke. Da wir etwas zu spät dran waren, konnten wir keinen der heissbegehrten Liegestühle ergattern. Geschaut wurde der neue Film mit Johnny Depp namens "the rum diaries". Da ich vorher den Tipp bekommen habe, dass man alles selber mitbringen sollte, tat ich dies in Form von 2 Sandwiches und 2 bitburgern :)  Einige Tage später wurden wir zu einem inoffiziellen Lagerfeuer am Mindil Beach eingeladen. Etwa 20 Leute waren daran beteiligt und genossen die Wärme und Atmosphäre sowie den herrlichen Sternenhimmel. Am nächsten Tag erklang mein Wecker um 3 Uhr früh, da ich das Spiel Dtl gegen Griechenland sehen wollte. An diesem Samstag musste alle Kerle auch nochmal um 22 Uhr arbeiten, da es galt, einige Sachen von verschiedenen feiern abzuholen. Fertig waren wir dann gegen 1.30 in der Nacht. Falls ihr euch jetzt die Frage stellt, ob Wir dafür eine bessere Vergütung bekommen haben, dann kann ich euch sagen: NEIN!!! Es gab unabhängig vom Tag und der Uhrzeit immer noch 18 $ -.- Am Sonntag war dann relaxen angesagt, sprich nur mal für wenige Stunden faul am Strand herumliegen. Dafür hatte ich dann am nächsten Tag auch deftigen Sonnenbrand :D man sollte halt doch Sonnencreme benutzen ^^ In der Woche hatte eine Backpackerin von Arbeit ihren 30. Geburtstag. Sie lud uns alle ins Hostel ein und bereitete etwas zu essen und Snacks vor. Es wurde ein lustiger Abend und ich entschied mich daher, dass ich noch mit in einen Club ausgehe. Außerdem wollte ich das Spiel Dtl. Gegen Italien in der Nacht schauen, was ich mir im nachhinein hätte sparen können :D  An diesem Abend war auch unser Boss von Arbeit mit dabei, was zunächst etwas komisch war, da er immerhin etwa 40 ist und eine Familie hat. Über den Abend wurde das Gefühl noch komischer, da er sehr betrunken war und auch mit in den Club ging. Am WE musste ich mal wieder in der Nacht von Samstag zu Sonntag arbeiten. Diesmal war jedoch der Vorteil,dass noch Kuchen, Grillzeug und Früchte sowie Bier übrig war, welches wir mitnehmen konnten. Ich konnte den gesamten Früchteteller mitnehmen, da den niemand haben wollte. U.a. Ananas, Melone, Grapefruit und Orange. Den Kuchen und das Grillzeug wurde am Montag morgen aufgeteilt. Am Samstag Vormittag gegen 10 Uhr wurde einem Kollegen und mir eine Dose Wodka/Limonade von unseren Supervisor gesponsert.

 

Am 1.7. war Territory Day, sozusagen Nationalfeiertag im Northern Territory. Überall können die Leute Feuerwerk zünden, so wie bei uns zu Silvester. Verrückterweise ist es für private Personen verboten, zu Silvester Feuerwerkskörper zu zünden :D Außerdem gibt es eine Reihe von Feuerwerke von der Regierung. Das größte war am Mindil Beach, wo auch ich das Spektakel betrachtet habe. Dort waren so viele Leute, dass fast der gesamte Strand bedeckt war. Das Feuerwerk wurde sowohl vom Strand als auch von diversen Booten abgefeuert und ging über 15 min.

Territory DayTerritory Day

 

Seit Anfang Juli habe ich mir eine Reihe von Vans und 4WDs angeschaut. Es gab einige interessante Wagen, andere wiederum waren zu teuer oder entsprachen nicht meinen Anforderungen bzw. Vorstellungen. Im Schnitt wollten die Leute 4000 bis 6000 $, wobei meistens die gesamte Camping-Ausrüstung inklusive Bett und Ausstattung war. Einige Tage habe ich mich entschieden, ein Van zu kaufen. Das lustige daran ist, dass er seit "5 Generationen" in deutscher Hand ist, d.h. Ich habe ihn von einer Deutschen und Amerikanerin gekauft, wobei die Deutsche die Besitzerin war. Hatte dann auch eine Testfahrt, welche die erste mit einem Van und gleichzeitig meine erste auf der"falschen" Seite war.

Seit dem 7.7.2012 bin ich nun stolzer Besitzer eines Toyota Hiace Baujahr 1988, d.h. er ist genauso "Jung" wie meine Wenigkeit :) er hat bereits 380000 km auf dem Buckel, jedoch läuft er noch immer ohne Macken. Er ist voll ausgestattet, d.h. er hat im hinteren Teil ein King-Size-Bett, indem man ohne  Größere Probleme zu Dritt darin schlafen kann. Außerdem ist soweit alles andere vorhanden, was man für einen roadtrip benötigt. Jegliche Küchenutensilien, wie Pfannen, Töpfe, Besteck, Teller, Tassen, uvm. Sogar eine Käsereibe und ein Sieb ist vorhanden ^^ weiterhin Gaskocher, Plastikkisten für das verstauen von verschiedenen Sachen, Karten von Australien, Konverter für die Aufladung von elekt. Geräten, Wasser- und Benzinkanister sowie Pannen- und Reparaturwerkzeug. Trotz dessen ist noch genügend Stauraum für Rucksäcke und neue Utensilien :) der Preis war dementsprechend nicht gerade billig, aber das kann ich mir ja hoffentlich fast alles beim Verkauf wiederholen. Achso habe 4k bezahlt ^^ seit 2 Wochen wohne ich nun auch im Van, was zunächst eine ganz schöne Umstellung war, jedoch habe ich mich nun daran gewöhnt sowie "häuslich" eingerichtet und es ist wie eine kleine Wohnung :) dadurch habe ich zum einen das richtige Backpacker-Feeling und zum anderen spare ich Geld und bin unabhängiger, was  bisschen entscheidender ist. ein Vorteil von diesem Van ist weiterhin, dass er nicht wie ein typischer Backpacker-Van aussieht, sprich total bunt und  ausgeflippt, sondern sehr dezent in weiß gehalten ist. Eine Besonderheit ist weiterhin die Gangschaltung, die direkt am Lenkrad angebracht ist. Ist im ersten Moment wirklich komisch, wenn man sich aber daran gewöhnt hat, ist es wie jede andere Schaltung. Außerdem hat man den Vorteil, dass man mehr Platz hat und somit der Sitz-Komfort für die beiden Mitfahrer deutlich angenehmer ist. 

  

 

Am 15.7. fand am Mindil Beach eine weitere Veranstaltung statt. Es handelte sich um die Beer Can Regatta. Die Hauptattraktion, wie der Name schon sagt, war dabei das Rennen zwischen Booten, die hauptsächlich aus Bierdosen gefertigt waren. Außerdem gab es eine Reihe von weiteren Wettkämpfen, u.a. Tauziehen und Flipflop-Weitwurf. Nur so am Rande: die Australier nennen Flipflops Thongs, was im englischen auch Tanga heißt :) ein weiteres Boot aus Bierdosen, welches jedoch nur für spezielle Gäste gedacht war und nicht am Rennen teilnahm, bestand aus mehr als 10000 Bierdosen. Das war schon recht beeindruckend. 

Beer Can Regatta Beer Can Regatta Beer Can Regatta Beer Can Regatta Beer Can Regatta Beer Can Regatta - Partyboot Beer Can Regatta - Rennen

 

Am Wochenende war ich mit Luca und seiner französischen Freundin, die Jade heißt, im Litchfield NP. Dieser ist sehr berühmt für seine Wasserfälle und liegt etwa 1 Autostunde entfernt von Darwin. Der Trip startete am Samstag Vormittag. Ich holte die beiden mit meinem Van ab und wir fuhren in das nächste Einkaufszentrum, um die lebensnotwendigen Utensilien zu besorgen, sprich Lebensmittel, Batterien, Benzin und Bier ;)  Nachdem das erledigt war, ging es auf den Stuart Highway. Dieser verbindet den Norden mit den Süden Australiens und ist einer längsten überhaupt. Er geht von Darwin bis nach Adelaide. Nach etwas weniger als 100 km verließen wir den Highway Richtung batchelor, welche die letzte Tankstelle beherbergte. Im Litchfield NP selber gibt es keinerlei Möglichkeit zu tanken. Da wir jedoch eine Menge in Darwin getankt hatten, beschlossen wir, dass es nicht notwendig ist, Benzin nachzufüllen. Außerdem war der Preis hier um 6 Cent/Liter teurer. Der "Eingang" vom NP selber ist weiter 20 km entfernt von batchelor. Dort angekommen, gab es das erste Willkommens-Bier ;) Da die beiden selber schon einmal für einen Tag im NP waren und die Attraktionen am Anfang bereits gesehen hatten, beschlossen wir, zunächst ans andere Ende des Parks zu fahren. Dort angekommen, nahmen wir den ersten "Wanderweg" in Angriff. Unser Fehler bei diesem Weg war, dass wir angenommen haben, dass kein festes Schuhwerk notwendig wäre. Bei den nachfolgenden Wanderungen haben wir aus diesem Fehler gelernt ;) Zum Glück waren die Wege meistens nur 2-3 km lang. Belohnt wurden wir bei der ersten Wanderung mit einem schönen Flusslauf, der ab und an mit kleineren Wasserfällen Versehen war. Außerdem gab es einige Wasserlöcher, wo wir den ersten gleich nutzten, um uns abzukühlen :) Nachdem wir den Weg erfolgreich gemeistert hatten, fuhren wir weiter zu einer alten" Mine. Da diese schon mehr als 60 Jahre stillgelegt war, konnte man nur noch einige erahnen. Danach fuhren wir zum eigentlichen Highlight des Parks, den Wangii Falls. Wie der Name schon verrät, handelt es sich dabei um einen Wasserfall. Jedoch war es in diesem Fall keiner, der 1-2 m hoch war, sondern um die 100 m. Da es schon etwas später war (gegen 5) und die Sonne bald unter gehen sollte (gegen 6.30), beschlossen wir, schnell eine Runde zu schwimmen und somit die letzten Sonnenstrahlen zu erhaschen. Die Wanderung wurde auf den nächsten Morgen vertagt. Da dieser See auch von Krokodilen heimgesucht wird, war das Schwimmen schon etwas merkwürdig. Jedoch bestand normalerweise keine Gefahr, da die kleinen Süßwasser-Krokodile harmlos sind und die großen Salzwasser-Krokodile nur in der Wet-Season, sprich von November bis April, dort zu finden sind. Nach der Abkühlung ging es auf den Campingplatz, wo man u.a. Barbecue-Grills, Toiletten und Duschen vorfand. Das alles hatte ein Preis von 6,60$ pro Person und Nacht. Jedoch war es uns das Wert. Es gab ein leckeres Essen mit Hähnchen-Spießen, Reis und Zwiebeln. Außerdem gab es ein Lagerfeuer, da es langsam kälter wurde. Geschlafen haben wir alle in meinem Van, was kein wirkliches Problem darstellt, solange man keine sehr kräftige Menschen an Bord hat. Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um 7.30, da wir ja noch einiges vor hatten. Nach einem ausgiebigen Frühstück galt es nun, die Wanderung um die Wangii-Falls erfolgreich zu bestreiten. Gleich zu Beginn gab es sehr merkwürdige Geräusche, die zunächst nach Vögeln klangen. Nachdem wir die Bäume genauer betrachteten, konnten wir feststellen, dass es sich um eine große Anzahl von Fledermäusen handelte. Und wenn ich sage eine große Anzahl, dann meine ich mehrere hundert. Nachdem dies geglückt war, beschossen wir, dass es erneut zeit wäre, eine kurze Abkühlung zu haben. Daher gab es eine zweite "Schwimmstunde" am Wangii-Falls. Schlussendlich verließen wir die Wangii-Falls Richtung Tolmer-Falls. Dort konnte man zwar nicht baden, jedoch gab es erneut eine sehr schöne Aussicht auf einen hohen Wasserfall. Nachdem auch diese Attraktion erkundet war, folgten die beiden letzten Sehenswürdigkeiten. Zunächst ging es zu den Florence Falls. Dabei handelt sich es um ein weiteres Wasserloch mit Wasserfällen, wo man bedenkenlos baden kann. Dort herrscht jedoch bei weitem mehr druppel als am Wangii-Falls, da es sich um eine 40 km kürzere Strecke handelt. Danach wollten wir von den Florence Falls zum Buley Rockhole laufen. Auf dem Weg ist uns jedoch ein wunderschöner Flussverlauf aufgefallen, die genau dasselbe wie der Buley Rockole ist, jedoch menschenleer war. Daher genossen wir das Wasser, die Landschaft und die Sonne gleich dort. Etwa um 4 beschlossen wir, wieder Richtung Darwin zu fahren. Unsere Fahrt war dabei überschattet von dem Fakt, dass der Tank fasst leer war, jedoch waren es noch gute 50 km bis nach batchelor. Daher fuhr ich so spritsparend wie möglich, sprich im 5. Gang bei 65-70 km/h. Glücklicherweise reichte der Sprit. Somit fanden wir auf unserem Trip nach Litchfield heraus, dass es mein Van bei Geschwindigkeiten über 100 km/h (120-140 km/h) den Benzin genauso schnell verbrennt wie man ihn an der Tankstelle nachfüllt :D D.h. Für meine weiteren Trips ist fahren über 100 verboten ^^ Die letzte Station auf unserem Ausflug war Darwin, besser gesagt ein Ortsteil von Darwin namens Nightcliff. Dort sind ebenfalls Barbecue-Grills und Wasser frei und kostenlos nutzbar, wie an einigen anderen Orten in Darwin und Umgebung. Dort hatten wir unser Abendbrot mit frischen Würsten und Nudeln. Insgesamt haben wir zusammen etwa 200$ ausgegeben, was jedoch auch daran lag, dass wir einiges neu gekauft haben und noch eine Menge übrig ist. 

Litchfield - Jade und Luca Jade + MeLitchfield - Toilette Litchfield - Toilette Litchfield - Litchfield Litchfield - Cascade Litchfield - Cascade Litchfield - Cascade FlussueberquerungFlussueberquerungLuca + Me CascadeLuca + Me CascadeLitchfield - Kaenguruh Litchfield - Kaenguruh Litchfield - alte Mine Litchfield - Wangii-FallsLitchfield - Wangii-Falls Litchfield - Wangii-Falls Luca + Me Wangii-FallsLuca + Me Wangii-FallsLitchfield - Wangii-Falls Camping Litchfield - Wangii-Falls Camping Litchfield - Wangii-Falls Litchfield - Wangii-Falls Litchfield - Wangii-Falls Fledermaeuse Litchfield - Wangii-Falls Fledermaeuse  Tolmer Creek FallsTolmer Creek Falls Tolmer Creek FallsTolmer Falls Tolmer Creek Falls  Florence Falls Florence Falls Florence Falls Florence Creek Florence CreekSonnenuntergang Nightcliff       

Was vll noch erwähnenswert ist. Ich bin seit 21.7. nicht mehr beschäftigt, da ich gekündigt habe. Das war alles so geplant, da ich am 31.7. mit zwei weiteren Leuten Richtung Alice Springs fahre und mir dort die Gegend anschaue, u.a. Ayers Rock :) Am 9.8. geht es dann weiter Richtung Cairns, wo ich zwischen den 13. und 14. ankommen werde und hoffentlich für einige Wochen einen weiteren Job finde. 

Gestern war ich noch mit Luca angeln, was wirklich Spass gemacht hat. Einzig die Ausbeute war nicht so gross, besser gesagt hatte ich einen Fisch gefangen, aber irgendwie sah dieser so komisch aus,

Außerdem spiele ich hier direkt am Strand auf der Wiese jeden Dienstag und Donnerstag Fußball. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Engländern. Es ist aber eine gute Ablenkung vom Arbeiten und organisieren. Des Weiteren bin ich ab und an joggen, was natürlich bei diesem Feeling echt Spaß macht :)

Jetzt freue ich mich auf meine erste längere Reise durch Australien. Hoffentlich geht alles soweit glatt. Ich melde mich wieder, wenn ich in Cairns angekommen bin.

Liebe Grüße an alle Leser Kay

Darwin Teil 1

Dienstag, 19.06.2012

So meine Lieben, Heute folgt der zweite Eintrag in meinem Blog. Mittlerweile habe ich mich gut in Darwin eingelebt und kann auch ab und an die schönen Sachen der Stadt genießen. Am 5.6. war mein erster Arbeitstag. Der Name der Firma ist "Territory Events Hire" und man kann da fast alles für jegliche Events, wie Hochzeiten oder Ausstellungen, ausleihen. Im Grunde sind es hauptsächlich Stühle, Tische, Grills in verschiedenen Ausführungen, Gläser, Besteck und Teller. Der Job der Männer ist die Auslieferung und Abholung dieser Sachen. Dafür müssen wir immer die Trucks beladen und entladen, was teilweise alleine ni bewerkstelligt werden kann. Z.b. Sind da Tische mit einer Spannweite von über 2 m. Daher erfolgen die Transporte meistens zu 2 oder 3. Ich fahre hauptsächlich mit Thomas, einem 30-jährigen Norweger, der bereits über 1,5 Jahre in Australien lebt. Er hat am selben Tag angefangen und wir verstehen uns sehr gut. Ist ein richtig guter Freund geworden. Insgesamt sind alle Leute in der Firma sehr nett. Sie haben sehr viele Backpacker eingestellt, mit denen wir auch außerhalb der Arbeit ab und an was machen. Eine weitere erwähnenswerte Person ist Luca. Er ist Engländer mit italienischen Wurzeln und startet auch am selben Tag. Jedoch hat er wieder aufgehört, da er nicht die ganze Woche und am Wochenende arbeiten möchte. Trotz dessen machen wir abends mal was zusammen. Er ist zusammen mit seiner Freundin hier. ansonsten ist die Arbeit sehr anstrengend. Nachdem wir am 5.6. angefangen haben, mussten wir 11 Tage am stück arbeiten. U.a. Lag das an einem großen Event, da jedes Jahr in Darwin stopp macht. Es heißt V8 Supercars und wie der Name es schon sagt, geht es da ein Wochenende um Rennsport. Dorthin gab es sehr viele Lieferungen. Ich glaube, ich war da insgesamt 30 mal oder so. Aber die viele Arbeit zahlt sich auch aus. In einer Woche habe ich 66h gearbeitet und etwa 1200$ verdient. Natürlich muss ich erst mal Steuern bezahlen, aber die bekomme ich ja am Ende wieder zurück. Werd das noch  2-3 Wochen machen und danach habe ich sicher erst mal ein gutes Polster. Das Wochenende hatten wir alle frei. Endlich konnte man mal ausschlafen und  Sachen erledigen bzw. machen, die man mit der Arbeit nicht verbinden konnte. Später dazu mehr. So genug von der Arbeit.  Mal noch ein wenig vom Leben in Darwin bzw. Australien. Es ist alles verdammt teuer. Eigentlich holen wir uns immer nur das billigste. Ein paar Beispiele: die billigste Flasche Wasser 1,25 l kostet 0,80 $. Die billigste tiefkuehlpizza kostet 4,50$. Eine Flasche Bier ist kriegt man nicht unter 1,20$ und der Rum Captain Morgan kostet stolze 50 $. Und trotzdem hat Australien sehr viele Alkoholiker. Keine Ahnung wie die das alles bezahlen. Außerdem ist es interessant, dass deutsches Bier hier billiger ist als einheimisches :D Kino startet bei etwa 15$, am billigsten Tag. 500ml Sonnencreme 30+ bekommt man nicht unter 12 $. Okay es gibt auch wenige Sachen, die billiger sind. Z.b. Benzin ist bei 1,57$/l, was umgerechnet 1,30€/l ist.  Seit dem 9.6. wohnen wir in einer neuen Unterkunft. Es ist etwas näher zur Arbeit und in die Stadt. Dafür kostet es die Woche 120$. Wir leben hier zurzeit  mit 4 anderen Leuten mit gerade mal 2 Schlafzimmern. In dem einen schlafen 2, in dem anderen 3 (Jenny und mich eingeschlossen, wobei ich auf dem Fußboden schlafe, der jedoch mit vielen decken gepolstert ist) und im Wohnzimmer eine weitere Person. Einer zieht aber am Donnerstag aus, sodass wir "nur" noch zu 5 sind.aber da wir hier eh hauptsächlich nur schlafen, ist das kein Problem. Internet haben wir hier leider keins. Die meisten haben einen Stick, der wie eine prepaid Karte funktioniert. Es gibt aber genügend Möglichkeiten, um kostenlos in der Stadt in inet zu kommen. U.a. kann man in der Stadt auf der haupteinkaufsstrasse für eine Stunde kostenlos rein. Weiterhin gibt es das McDonald's oder Hostels. Auch einige Bars und Cafés bieten es an, wenn man was kleines kauft. Ich habe hier zum ersten mal gemerkt, wie unwichtig eig Facebook ist. Man verbringt dutzende Stunden mit unnützen Dingen. Man kann auch mit den Leuten SMS schreiben oder altmodisch telefonieren. Für andere Sachen brauch man aber def das World Wide Web. Z.b. für die Jobsuche, um Öffnungszeiten zu checken, Emails uvm. Am Samstag war ich am Strand und habe dort ein wenig gechillt. Außerdem war ich das erste mal joggen. Danach habe ich geschwitzt wie ein Schwein ;) und dabei war ich schon 1h vor Sonnenuntergang. Naja wer schön sein muss Leiden. Am Abend waren wir dann das erste mal aus. Zuvor ging es in ein Hostel, wo einige von unsere Arbeit wohnen. Dort war das sogenannte vorglühen. Im Hostel wohnen hat sicher auch einige Vorteile, wie die abendliche Gesellschaft usw. Jedoch bin ich ganz froh, dass wir etwas kleineres gefunden haben. Gegen 11 sind wir dann losgezogen. Es war ni wirklich eine Disko. Es war ein Pub, was einen extra Raum mit Musik/DJ hatte. der Eintritt war frei und so tanzten wir bis etwa 2. Dieser Club macht nämlich gegen 2 zu. Es gibt wenige Clubs, die länger als 2 auf haben. Einige wenige sind bis 4 auf, danach geht aber nix mehr. Der Alkohol lief ganz gut und Sonntag früh hatte ich einen kleinen Hangover. Meinen ersten australischen :D  Am Sonntag ging es dann zum Crocodile jumping. Rebecca hat uns mitgenommen, da sie es immer sehr genießt, da hinzufahren. Mit uns war noch Dazzy, eine kanadische Backpackerin, die wir von Arbeit kennen, und ein Freund von Bec (Rebecca). Somit haben wir, umweltbewusst wie wir sind, das Auto voll gemacht ;) die verschiedenen Anbieter für diese Events  sind etwa eine Autostunde entfernt von Darwin. Wir haben uns schlussendlich für das "spectacular Croc Jumping" entschieden, da es uns einige Leute empfohlen haben und auch Bec es noch nie gemacht hatte. Das Ticket kostet 35$ und da wir etwas früher da waren, konnte wir noch die eine oder andere Schlange im Terrarium begutachten. Das beeindruckendste war jedoch ein kleiner Beutel, in dem ein ganz junges Känguru saß :) Dann startet unsere Tour mit einem sehr kleinen Boot, wo etwa 15 Mann Platz haben. Zunächst sahen wir einige Krokodile am Rand liegen. Nachdem dann ein Mitarbeiter ein kleines stück Fleisch, welches an einer Art Angel hing, ins Wasser gelassen hatte, kam das erste Krokodil angeschwommen. Es war etwa 6 m lang und etwa nur 1,5 m von mir entfernt. Nachdem das Krokodil das Fleisch bemerkt hatte, wurde das Fleisch etwas in die Luft gehoben und das Krokodil schwamm direkt drunter. Wie jedes andere Lebewesen versucht es das Fleisch zu erreichen und sprang deswegen aus dem Wasser. Dasselbe haben sie dann noch mit Anderen gemacht. Insgesamt sind wir ein stück auf dem Fluss gefahren und habe eine Menge Krokodile gesehen. Außerdem wurden ein paar Vögel, die wie Adler aussahen, gefüttert. Sie flogen ganz knapp am Boot vorbei und schnappten sich das Brot, was in die Luft geworfen wurde. Die gesamte Tour ging etwa 1,5 h und war sehr interessant.  Am Abend waren wir dann zum zweiten mal auf einen Markt, der direkt am Strand ist. Dieser ist jeden Donnerstag und Sonntag zwischen April und Oktober. Dort kann man allerlei kaufen. Hauptsächlich gibt es dort zu Essen und zu Trinken in jeglicher Form. Aber auch verschiedene Stände mit Klamotten, Kopfbedeckung oder tourangeboten. Aber sehr beeindruckend ist mehr die Live-Performanz von verschiedenen Entertainern. U.a. kann man da Feuershows und live-Musik mit australischen Instrumenten erleben. Thomas hat sein ein eigenes Programm mit Feuer und so haben wir uns das am Sonntag auch angeschaut. Das war sehr cool. Am besten an diesem Ort ist jedoch der Sonnenuntergang am Strand. Er zieht immer sehr viele Leute dorthin. Wenn man dort mit etwas zu essen und trinken zuschaut, wie die Sonne untergeht, ist das phantastisch.  Letztes Wochenende war noch ein griechisches Festival. Es gab endliche Leckereien aus Griechenland, wie Gyros. Insgesamt leben in Darwin eine große Anzahl an Griechischen. Sie sind alle einige Jahrzehnte vorher hierher gekommen. Denn Grund habe ich aber nicht richtig verstanden :D jedoch war es sehr lustig, es in der jetzigen Situation in Europa zu erleben.  So das wars erst mal wieder von meiner Seite. Ich hoffe, ich konnte euch wieder ein wenig einen Eindruck von meinem jetzigen Leben geben. Hoffentlich geht es euch allen gut und ich hoffe, wir sehen uns gesund und munter wieder. Ich werd mal weiter das schlechte Wetter in Darwin genießen ;)  Liebe Grüße  Euer Kay :)

Erster Eintrag

Mittwoch, 30.05.2012

Hallo ihr Lieben,

es hat etwa gedauert, aber hier folgt der erste Eintrag in meinem Blog ueber das Leben und Arbeiten in Australien. Wie die meisten von euch wissen, bin ich seit Ende Mai auf einer langen Reise durch Australien. Mit mir ist Jennifer. Sie ist aus Hamburg und 20 Jahre alt. Wie haben uns ueber ein Reiseportal kennengelernt und hatten/haben etwa dieselbe Idee. 

Wie starteten unsere Reise am Hamburger Flughafen.  Hamburg AirportVon dort ging es mit dem Flieger nach London Heathrow und von dort weiter nach Singapur. In Singapur hatten wir einen Aufenthalt fuer 2 Tage in einem Hotel inklusive Stadtrundfahrt. Angekommen sind wir am Dienstag, den 29.5.2012 zum Abend. HotelblickNach dem Einchecken wurde die naehere Umgebung erkundet, wobei es bei einem Supermarkt und einem Restaurant blieb ;)  uebrigens kann man Alkohol in Singapur ohne Probleme kaufen, aber es  ist so sau teuer. Ein einfaches Bier kostet gut und gerne mal 3-4 Euro. Bei einer Packung Zigaretten ist man bei ueber 8-9 Euro dabei. Ansonsten ist es alles in etwa gleich teuer. In Singapur ist alles extrem sauber. Es liegt kaum Muell auf dem Boden. Das liegt an den Regeln der Regierung. Jeder Verstoss kostet richtig viel Geld. Z.B. ein Kaugummimehrere 100 Euro. Fast jeder Laden hat eine eigene Muelltonne, die kostenlos zur Verfuegung steht. Die Leute sind sehr unterschiedlich. Es gibt hauptsaechlich Asiaten, die Singapurer, Chinesen/Japaner/... und Inder sind. Aber auch "Weisse" sieht man dort. Wobei man als ein solcher schon oft etwa schraeg bzw. verwundert angeschaut wird. Das Wetter ist so heiss und die luftfeuchtigkeit bringt einen um. Wenige Minuten in der Sonne waren teilweise zu viel. Daher sind wir in jeden Shop, der etwa grosser war, meistens reingegangen, um uns abzukuehlen.

 Little India Little India Little India

Am Mittwoch hatten wir eine Stadtrundfahrt mit einem sehr netten Inder, der sehr gut Deutsch gesprochen hat. Stadtrundfahrt Stadtrundfahrt Stadtrundfahrt  StadtrundfahrtDie Stadtrundfahrt mit einigen Stopps und kurzen Spaziergaengen war gegen Mittag beeendet. Unter anderem waren wir in einem botanischen Garten, der Tausende Orchideen hatte.   Eine Traum für meine mum ;) (Sorry mum) Ansonsten waren wir noch in Little india und chinatown. Total komisch, in chinatown stehen meistens höchstens drei Etagen haeuser und direkt daneben ist das Bankenviertel mit sehr vielen Hochhäusern von 40 und mehr Etagen. Chinatown  ChinatownDer Wandel ist also ziemlich krass die letzten Jahre ^^ später sind wir noch durch die halbe Stadt gelaufen. Waren sogar für 20$ auf dem Hotel Marina bay Marina Bay, das hat sich aber definitiv gelohnt :) Blick vom Marina Bay Blick vom Marina Bay Blick vom Marina Bay Blick vom Marina Bay Blick vom Marina Bay Blick vom Marina Bay Blick vom Marina Bay + Formel 1 Blick vom Marina Bay Blick vom Marina Bay Blick vom Marina Bay Blick vom Marina Bay Blick vom Marina Bay Jenny war dann gegen 7, als wir wieder im Hotel waren, sehr fertig und so bin ich auf eigene Faust zum Pool ne runde schwimmen und jetzt sitze ichgrad vor unserem Hotel mit einem Bierchen,was mich stolze 4€ gekostet hat. aber was TUT man nicht alles für seine gesundheit ^^ Am Donnerstag mussten wir um 12 aus dem Hotel raus, unser Flug nach Brisbane ging aber erst um19 uhr. Haben dann noch ein wenig eine andere Richtung erkundet und waren am Meer, wo es endlich eine ordentliche Brise gab und das Wetter deutlich ertraeglicher war . (Fuer Muli und Oli  )

Einkaufscenter mit Gondeln ^^


Unser Flug nach Darwin fuehrte uns von Singapor ueber Brissbane nach Darwin. Es war ein totaler Umweg, aber anders war es nicht moeglich. Wir wurden am Flughafen von Darwin nach australischer Zeit gegen 13 uhr von Rebecca abgeholt. Rebecca ist die Tochter von den Eltern, die Silke knapp 10 Jahre zuvor kennengelernt hat. Silke wiederum ist eine Freundin von meiner Mum.Danke nochmal fuer die super Moeglichkeit @ Mum :) Rebecca bot uns an, zunaechst bei ihr zu schlafen, da sie ein grosses Appartment hat. Blick aus Appartment in Darwin Blick aus Appartment in Darwin Blick aus Appartment in Darwin Nachdem wir in ihrem Appartment angekommen sind, welches direkt am Hafen und auch Meer liegt, haben wir am Nachmittag Darwin etwas erkundet. Am Samstag startete die Jobsuche. Rebecca half uns dabei, indem sie uns mit ihrem auto an einige orte brachte. Wir fragten in einige Bars/Pubs/Restaurants. Die meisten suchten nicht wirklich leute, daa zur zeit viele Backpackers in Darwin unterwegs sind und noch nicht so viele Touristen da sind. Am Abend waren wir mit Rebecca und zwei ihrer Freunde etwas in einer Strandbar trinken und danach noch Billard spielen.Es war ein sehr unterhaltsamer abend, wobei wir weitere Tipps fuer Jobs bekamen. Am Sonntag ging die Jobsuche weiter. Wir fragten nun auch viele weitere Shops nach Arbeit und hinterliessen oft unsere CVs mit unseren Kontaktdaten. Rebecca nahm uns mit in eine grosse Shopping-Mall, wo wir weitere Geschaefte abklapperten. Am Abend antworten wir auf etliche Emails fuer lokale Jobs. Vom Elektriker ueber  Barkeeper bis Reinigungspersonal. Am Montag beantragten wir unsere australische Steuernummer sowie ein australisches Bankkonto. Das Bankkonto brauchte ueber 1 h -.- wie auch immer. Die jobsuche ging auch am Montag weiter. Diesmal wurde jeder laden unsicher gemacht und nachgefragt. Als wir die hoffnung schon fast aufgegeben haben (gegen 17 uhr), waren wir bei einem regionalen veranstalter. Dieser suchte noch leute. Somit hatten wir unseren ersten Job in Australien, den wir heute frueh starteten :) ist nix besonderes, sondern nur heben, tragen und so ein zeug. aber fuer etwa 18 dollar/h ist das ok ;) zur zeit haben sie viel zu tuen, haben heute 8 neue leute angefangen. Vor allem fuer ein ein grosses  event, das naechstes wochende stattfindet. Es heist V8 Supercars und ist wohl so etwas wie Nascar in Amerika. Normale arbeitszeit ist von 8.30 bis 16.30, jedoch heute war ich gleich mal bis 18.45 da ^^ naja bringt ja geld :) Jetzt bin ich ganz schoen fertig, aber es hat sich gelohnt.

Rebecca ist eine sehr liebe und immer hilfsbereite Australierin, die 31 Jahre und Lehrerin ist. Ich habe sie noch nie mit schlechter laune erlebt und sie lacht sehr herzhaft. Wir sind zur Zeit immer noch bei ihr, womoeglich bis ende der woche. Wir haben schon oft zusammen gekocht und heute gab es Kartoffelpuffer, die wir fuer sie gemacht haben.

So das wars erst mal fuers erste. Ich melde mich die Tage nochmal. Uebrigens ist das wetter in Darwin ganz ok. Wir haben im schnitt knap punter 30 grad und es ist ausschliesslich sonne am himmel :P

 

Liebe Gruesse an alle Leser :)

PS: falls ihr fragen habt, fragt ruhig ^^

PSS: ich habe mit englischer tastatur und eingabe gearbeitet. Fuer fehler wird keine hafting uebernommen ;)